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Diskussion und Erfahrungsaustausch im Forum Bluthochdruck
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Stand: 30. Januar 2012Autor: Onmeda-Redaktion
Die Blutdruckmessung am Oberarm nimmt man mit einem Blutdruckmessgerät vor. Sie können Ihren Blutdruck bei Ihrem Arzt oder in der Apotheke messen lassen. Mit einem elektronischen Blutdruckmessgerät können Sie Ihren Blutdruck aber auch in Eigenregie zu Hause messen. Viele dieser Geräte für die Blutdruckmessung zu Hause erfordern wenig Anleitung – nach dem Anlegen der Manschette misst das Blutdruckmessgerät den Blutdruck automatisch. Mit dem "klassischen" Blutdruckmessgerät erfolgt die Blutdruckmessung am Oberarm. So funktioniert die Methode:
Das "klassische" Blutdruckmessgerät besteht aus einer aufblasbaren Manschette, die über einen Schlauch mit einem kleinen Blasebalg verbunden ist. Es verfügt über ein Manometer, auf welchem der Untersucher den Luftdruck in der Manschette beziehungsweise Ihren Blutdruck ablesen kann. Zusätzlich gehört ein Stethoskop zum Blutdruckmessgerät. Damit kann der Untersucher während der Messung Pulsgeräusche in der Speichenarterie (Arteria radialis) in der Ellenbeuge wahrnehmen.
Um den Blutdruck zu messen, legt der Untersucher die Manschette des Blutdruckmessgeräts um Ihren Oberarm. Der Unterrand der Manschette sollte etwa 2,5 Zentimeter oberhalb der Ellenbeuge enden. Anschließend setzt der Untersucher das Stethoskop auf. Er tastet die Speichenarterie in der Ellenbeuge und legt das äußere Ende des Stethoskops (Schallempfänger) auf. Mit dem Stethoskop kontrolliert er den Puls während der gesamten Blutdruckmessung. Dann pumpt er rasch die Manschette auf, bis er den Puls nicht mehr hören kann – und erhöht den Druck der Manschette noch etwas darüber hinaus. Der Untersucher sollte darauf achten, dass der Schallempfänger des Stethoskops zum Zeitpunkt der Blutdruckmessung korrekt auf der Speichenarterie aufliegt und nicht verrutscht.
Ist das Gefäß, die Speichenarterie, durch den Manschettendruck verschlossen, kann kein Blut mehr passieren. In der Regel hört der Untersucher dann keine Pulsgeräusche mehr. Jetzt senkt der Untersucher den Druck der Manschette allmählich mithilfe einer Ablassschraube am Blutdruckmessgerät um zwei bis drei Millimeter pro Sekunde so weit, bis er erste pulssynchrone Geräusche hört. Der Wert, bei dem er erstmalig die Pulsgeräusche vernommen hat, entspricht dem systolischen Blutdruck.
Der systolische Wert ist das Blutdruckmaximum, welches in der Lage ist, das Blutgefäß während des Pulsschlags wieder ein wenig gegen den Manschettendruck zu öffnen, so dass Blut hindurch strömen kann. Da der Gefäßdurchmesser durch den Manschettendruck jedoch immer noch verengt ist, entstehen im Blutgefäß turbulente Strömungen – dies ist mithilfe des Stethoskops hörbar. Der Blutdruck lässt sich auf diese Weise also messen, da man die Strömungen hören kann. Der Manschettendruck ist in diesem Moment etwa gleich dem systolischen Druck in dem betreffenden Blutgefäß, der Speichenarterie.
Lässt der Untersucher nun den Manschettendruck sinken, hört er weiterhin pulssynchrone Geräusche. Erniedrigt er den Manschettendruck weiter, so ist irgendwann der diastolische Druck in der Lage, das Gefäß dauerhaft offenzuhalten. Dann sind normalerweise keine Geräusche mehr hörbar. Der Punkt, an dem die Geräusche verschwinden, entspricht in etwa dem diastolischen Blutdruck. Der Untersucher liest nun den Wert auf dem Manometer des Blutdruckmessgeräts ab und notiert beide Messwerte. Er hat nun den systolischen und diastolischen Wert gemessen. Wer seinen Blutdruck selber messen möchte, sollte auf diese beiden Zeitpunkte achten.
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