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Stand: 31. Januar 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Ein Belastungs-EKG (Ergometrie) ist eine Sonderform des Elektrokardiogramms unter einstellbaren Belastungen. Mittels dieser Untersuchung kann der Arzt bestimmte Herz-Kreislauf-Erkrankungen erkennen. In der Sport- oder Arbeitsmedizin lässt sich durch ein Belastungs-EKG der aktuelle Trainingszustand oder eine eventuelle Arbeitseinschränkung ermitteln.
Das Belastungs-EKG zeichnet die elektrischen Vorgänge im Herzen unter körperlicher Anstrengung als Kurve auf. Die Aufzeichnung erfolgt an einem Ergometrieplatz. Das ist eine Kombination aus einem EKG-Gerät, einem Blutdruckmessgerät und einem sogenannten Fahrradergometer oder einem Laufband.
An dem Ergometer lässt sich einstellen, welche körperliche Leistung der Untersuchte erbringen soll. Dabei erfolgt die Belastung nach bestimmten Vorgaben des Arztes: Der Untersuchte soll dabei seine Leistung, mit der er auf dem Fahrradergometer fährt, immer weiter steigern. Gleichzeitig zeichnet das EKG-Gerät die Herzströme auf. Daraus ergibt sich ein Elektrokardiogramm, aus dem der Arzt dann auf den Zustand des Herz-Kreislauf-Systems schließen kann. Es gibt verschiedene Ergometer, mit denen sich ein Belastungs-EKG aufnehmen lässt: solche, auf denen der Untersuchte sitzt und solche, bei denen er auch im Liegen in die Pedale treten kann.
Ein Belastungs-EKG hat einen bestimmten Ablauf – hier ist er für das Beispiel mit dem Fahrradergometer (auch Laufband-Untersuchungen sind möglich) kurz beschrieben:
Der Untersuchte setzt sich auf das Fahrradergometer und bekommt Elektroden angelegt, welche die Daten für das EKG erfassen. Das medizinische Personal legt eine Blutdruckmanschette an den einen Oberarm des Untersuchten an, um den Blutdruck während der Untersuchung zu messen.
Der Untersuchte muss nun eine Zeit lang auf dem Fahrrad in die Pedale treten. Während dieser Belastung werden Blutdruck und Puls (Herzfrequenz) gemessen. Ein Belastungs-EKG ist für die meisten Menschen recht anstrengend. Dies ist beabsichtigt, da das Belastungs-EKG die Herz-Kreislauf-Leistung unter Anstrengung messen soll. Treten allerdings Schmerzen im Brustbereich, Luftnot oder Schwindel auf, bricht der Arzt die Untersuchung ab.
Mithilfe des Belastungs-EKGs lassen sich bestimmte Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie eine koronare Herzkrankheit, eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) oder Bluthochdruck (Hypertonie) erkennen, die sich vor allem unter körperlicher Belastung bemerkbar machen.
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