Anzeige

Anzeige

Arteriosklerose (Atherosklerose, Arterienverkalkung)

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (15. Mai 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Bei einer Arteriosklerose (Atherosklerose, umgangssprachlich auch Arterienverkalkung genannt) sind bestimmte Blutgefäße – die Arterien – verengt. Diese Gefäßverengung entsteht, wenn sich Blutfette, Blutgerinnsel, Bindegewebe und Kalk in den Gefäßwänden ablagern.

Arteriosklerose kann alle Arterien im Körper betreffen und entsprechend vielfältige Folgeschäden hervorrufen. Die Entstehung von Atherosklerose beginnt bereits im Jugendalter. Später kann die Arterienverkalkung dann dazu führen, dass sich die Gefäße durch Wandauflagerungen (sog. atherosklerotische Plaques) verdicken.

Bis die Arteriosklerose spürbare Symptome auslöst, können allerdings Jahrzehnte vergehen. Die Art der Beschwerden hängt davon ab, welche Arterien von der Atherosklerose betroffen sind.

Sind beispielsweise die Herzkranzgefäße verengt, kann dies ein Engegefühl im Brustkorb oder linksseitige Brustschmerzen (sog. Angina pectoris) bis hin zu einem Herzinfarkt auslösen. Betrifft die Arteriosklerose die Halsschlagader, kann sie einen Schlaganfall mit entsprechenden Anzeichen hervorrufen. Und verengte Becken- und Beinarterien verursachen eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) mit starken Muskelschmerzen nach kurzen Gehstrecken (sog. Schaufensterkrankheit). Auch Erektionsstörungen wie die erektile Impotenz können die Folge einer Atherosklerose sein.

In Deutschland sind durch Arteriosklerose entstandene Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigsten Todesursachen. Dabei kann man durch eine gesunde Lebensweise einer Arteriosklerose und ihren Folgen weitgehend vorbeugen: Um Atherosklerose zu verhindern, ist es vor allem wichtig, auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten, regelmäßig körperlich aktiv zu sein und Risikofaktoren zu verringern beziehungsweise auszuschalten. Als Risikofaktoren für Arterienverkalkung gelten:

Die vorbeugend wirksamen Maßnahmen gegen Arteriosklerose sind auch zu deren Behandlung empfehlenswert. Daneben kommen Medikamente gegen Atherosklerose zum Einsatz, um die Ablagerungen an den Innenwänden der Gefäße zu stabilisieren oder die Bildung von Blutgerinnseln zu bremsen. Bei frühen Schäden durch Arterienverkalkung ist sogar eine völlige Heilung möglich.

Das Bild zeigt eine Frau, die mit einem Rad über eine Wiese fährt. © Jupiterimages/iStockphoto

Wer sich viel bewegt, kann einer Arteriosklerose vorbeugen.

Oft reichen konservative Maßnahmen gegen Arteriosklerose aus. Wenn die Gefäßveränderungen weit fortgeschritten sind und infolge der Atherosklerose Komplikationen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall drohen, kann in manchen Fällen eine Operation notwendig sein: Die operative Therapie der Arterienverkalkung kann zum Beispiel darin bestehen, das verengte Gefäß zu erweitern (z.B. durch Ballondilatation) oder einen Bypass zu legen, um eine neue Verbindung für das verengte/verstopfte Gefäß zu schaffen.



Anzeige