Arteriosklerose (Atherosklerose, Arterienverkalkung): Lipidtheorie

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (15. Mai 2015)

Arteriosklerose (Atherosklerose, Arterienverkalkung) hat ihre Ursachen laut der sogenannten Lipidtheorie in der Umwandlung bestimmter Zellen in fettreiche Schaumzellen (Lipide sind eine Gruppe zumeist unlöslicher Stoffe, zu denen auch die Fette und Cholesterin gehören).

Voraussetzung dafür, dass eine Arteriosklerose entstehen kann, ist eine mechanische Veränderung der innersten Arterienschicht (Intima). Als Ursachen hierfür kommen mechanische Verletzungen, Bakteriengifte, Viren und Immunreaktionen infrage. An den dadurch veränderten Stellen haften sich bestimmte weiße Blutkörperchen an, die Monozyten. Diese können in die innerste Arterienschicht eindringen und sich in sogenannte Fresszellen umwandeln – dann geschieht Folgendes:

  • Zum einen bewirken die eingewanderten Fresszellen, dass Lipide – unter anderem das LDL-Cholesterin – und andere Blutzellen in die Gefäßwand einströmen.
  • Zum anderen besitzen Fresszellen einen LDL-Rezeptor, der ungebremst Cholesterin aufnimmt: Dadurch wandeln sich die Fresszellen in fettreiche Schaumzellen um. Dies verursacht eine Entzündungsreaktion, die zunächst auf die innerste Arterienschicht beschränk ist, später aber auch auf die Muskelzellen der mittleren Arterienschicht (Media) übergreift.
Die Schaumzellen sind ein entscheidender Bestandteil der für Arteriosklerose typischen Ablagerungen an den Innenwänden der Gefäße (sog. arteriosklerotische Plaques).

Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst