Arteriosklerose (Atherosklerose, Arterienverkalkung): Ursachen

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (15. Mai 2015)

Worin genau Arteriosklerose (Atherosklerose, Arterienverkalkung) ihre Ursachen hat, ist nicht restlos geklärt. Laut einem als Lipidtheorie bekannten Erklärungsansatz ist ein bestimmtes Cholesterin der entscheidende Auslöser für Arteriosklerose. Außerdem sind verschiedene Risikofaktoren bekannt, welche die Entstehung der Gefäßveränderungen begünstigen.

Cholesterin

Unter den für Arteriosklerose infrage kommenden Ursachen gilt Cholesterin als besonders wichtig: Der gesunde Mensch nimmt Cholesterin etwa zu einem Drittel mit der Nahrung auf, größtenteils bildet er es selbst. Ebenso wie die Blutfette bindet sich Cholesterin im Blut an Transporteiweiße – die sogenannten Lipoproteine. Je nach Zusammensetzung und Dichte dieser Lipoproteine unterscheidet man zwischen:

  • VLDL (very low density lipoproteine),
  • LDL (low density lipoproteine) und
  • HDL (high density lipoproteine).

Aus derzeitiger Sicht spielt das an LDL gebundene Cholesterin bei der Entstehung von Arteriosklerose eine maßgebliche Rolle. Deshalb bezeichnet man es umgangssprachlich als "schlechtes" Cholesterin. LDL-Cholesterin bildet sich in der Leber und gelangt anschließend in andere Organe und Gewebe, wo es sich unter anderem in den Gefäßen ablagert. Dagegen gelangt das HDL gebundene Cholesterin ("gutes" Cholesterin) zurück zur Leber.

  • Ein hoher HDL-Wert im Blut (> 50 Milligramm pro Deziliter) ist daher positiv zu beurteilen,
  • ein hoher LDL-Wert (> 100 Milligramm pro Deziliter) hingegen negativ.

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