Arteriosklerose (Atherosklerose, Arterienverkalkung): Symptome

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (15. Mai 2015)

Bis eine Arteriosklerose (Atherosklerose, Arterienverkalkung) Symptome verursacht, können Jahre bis Jahrzehnte vergehen, da sich die Veränderungen an den Arterien nur langsam entwickeln.

Wenn die ersten Gefäßveränderungen schon im Jugendalter einsetzen, weil (z.B. durch Hypercholesterinämie, Bluthochdruck, Rauchen, Diabetes mellitus, Übergewicht und/oder Bewegungsmangel) ein erhöhtes Risiko für Arteriosklerose besteht, können deutliche Symptome entsprechend schon bei 30- bis 40-Jährigen vorliegen. Oft macht sich eine Atherosklerose aber erst in höherem Alter bemerkbar. Auf welche Weise dies geschieht, hängt davon ab, welche Arterien im Körper von der Gefäßerkrankung betroffen sind.

Koronare Herzkrankheit

Wenn die Arteriosklerose Symptome einer Verkalkung beziehungsweise Verengung der Herzkranzgefäße (sog. Koronararterien) verursacht, liegt eine koronare Herzkrankheit vor. Mögliche Anzeichen für die koronare Herzkrankheit sind ein Engegefühl im Brustkorb oder linksseitige Brustschmerzen, was man als Angina pectoris bezeichnet: Diese Beschwerden entstehen infolge der verminderten Durchblutung des Herzmuskels, die bedingt ist durch die für Atherosklerose typische Gefäßverengung. Verschließt ein Blutgerinnsel ein bereits durch Arterienverkalkung verengtes Gefäß, kann es zu einem Herzinfarkt kommen.

Schlaganfall

Führt die Arteriosklerose zur Verkalkung der Halsschlagader und ihrer Äste, kann eine kritische Verengung oder ein akuter Verschluss durch ein Blutgerinnsel einen Schlaganfall auslösen. Symptome hierfür sind – teils plötzlich und vorübergehend auftretende – Funktionsstörungen des Nervensystems (sog. neurologische Ausfälle). Welche Folgen der Schlaganfall im Einzelnen hat, hängt davon ab, wo der ursächliche Verschluss auftritt und welches Hirngebiet betroffen ist. Da die sich die meisten Nervenbahnen des Gehirns vor Eintritt in das Rückenmark zur Gegenseite kreuzen, führt zum Beispiel ein Gefäßverschluss in der linken Hirnhälfte zu einer rechtsseitigen Lähmung und eventuell zu Sprachstörungen. Je nach Größe des betroffenen Gebiets sind Arm, Bein und Sprache unterschiedlich stark beeinträchtigt.

Periphere arterielle Verschlusskrankheit

Sind die Becken- und Beinarterien durch Arteriosklerose verengt, kommt es zu Durchblutungsstörungen in der Waden- und Oberschenkelmuskulatur. Typische Symptome für eine solche periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) sind starke Muskelschmerzen, die nach kurzen Gehstrecken auftreten. Die Betroffenen müssen dann stehen bleiben, damit der Schmerz nachlässt (denn in Ruhe verbraucht die Muskulatur weniger Sauerstoff). Nach einer kurzen Pause, zum Beispiel an einem Schaufenster, können sie wieder eine kürzere Gehstrecke zurücklegen – weshalb man die pAVK auch Schaufensterkrankheit nennt.

Verschlechtert sich die Durchblutung der Beine durch fortschreitende Arteriosklerose weiter, können anhaltende Schmerzen auch in Ruhe auftreten oder sogar die Zehen absterben.

Weitere Folgen

Arteriosklerose kann verschiedene weitere Symptome verursachen: Zu den Folgen von Atherosklerose kann zum Beispiel eine eingeschränkte Nierenfunktion gehören, wenn es in den Nierenarterien zu Ablagerungen und Verhärtungen kommt. Dies kann im Extremfall zu Nierenversagen führen. Auch Erektionsstörungen wie die erektile Impotenz zählen zu den möglichen Folgen von Arterienverkalkung.


Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst