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Aphthen: Schmerzhafte Stellen im Mundraum

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (23. Februar 2017)

© iStock

Sie sind meist harmlos – aber ganz schön schmerzhaft: Aphthen sind runde oder ovale Schleimhautschäden im Mundraum. Sie heilen zwar fast immer ohne Folgen wieder ab. Jedoch können Aphthen das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen, insbesondere, wenn sie immer wiederkehren. Gelegentlich sind Aphthen auch im Genitalbereich zu finden. 

Aphthen zählen zu den häufigsten Krankheiten der Mundschleimhaut. Sie können einmalig oder immer wiederkehrend auftreten. Ist Letzteres der Fall, spricht man von habituellen Aphthen.

Eine Aphthe erkennt man an einem gelb- bis grauweißen Belag, der meist von einem entzündlichen roten Hof umgeben ist. Die Größe der schmerzhaften Bereiche variiert: Während manche Aphthen so groß wie ein Stecknadelkopf sind, weisen andere einen Durchmesser von bis zu drei Zentimetern auf.

Die Ursache immer wiederkehrender Aphthen ist nicht bekannt; fast immer bleibt ungeklärt, wie die schmerzhaften Schleimhautschäden entstanden sind. In den meisten Fällen sind die Betroffenen ansonsten gesund.

Als mögliche Ursachen werden beispielsweise Faktoren wie Eisenmangel oder eine Empfindlichkeit gegen bestimmte Lebensmittel diskutiert. Aber auch psychische Belastungen oder mechanische Verletzungen im Mund kommen infrage. Zudem treten Aphthen in manchen Familien häufiger auf. Dass Aphthen durch Viren oder Bakterien verursacht werden, konnte man bisher nicht belegen.

Aphthen können auch im Zusammenhang mit verschiedenen Erkrankungen auftreten, so zum Beispiel im Rahmen der Gefäßerkrankung Morbus Behçet.

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Eine spezielle Behandlung der Aphthen ist in den meisten Fällen nicht notwendig. Die Therapie beschränkt sich darauf, die Symptome zu lindern und den Heilungsverlauf zu beschleunigen.

Zur Therapie können desinfizierende oder schmerzlindernde Mundspülungen, Lutschtabletten oder Gele hilfreich sein. Zudem sollten Sie vorübergehend auf Nahrungsmittel verzichten, die die Schmerzen verstärken könnten, so zum Beispiel auf Zitrusfrüchte oder scharfe Gewürze. In schweren Fällen muss der Betroffene Medikamente gegen die Aphthen einnehmen.

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