Aphasie: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. April 2016)

Bei einer Aphasie empfiehlt sich eine Therapie durch einen Sprachtherapeuten. Da die Sprachtherapie die sprachliche Kommunikationsfähigkeit vieler Aphasiker wesentlich verbessert, ist es wichtig, dass sie so früh wie möglich beginnt.

Im frühen Stadium der Aphasie, in dem die Betroffenen meist kaum zu einer sprachlichen Äußerung fähig sind, zielt die Sprachtherapie darauf ab, die Sprachleistung zu reaktivieren. Dabei setzt der Sprachtherapeut verschiedene Methoden ein – eine besteht zum Beispiel darin, den Aphasiker zum Mit- oder Nachsprechen von automatisierten Wortreihen (Wochentage, Zahlenreihen) zu motivieren.

In der zweiten Phase sind Übungen geeignet, die sich nach der jeweiligen Aphasie richten: Wenn die Sprachstörungen beispielsweise hauptsächlich den Bereich der Sprachbildung betrifft, übt der Therapeut mit dem Aphasiker den Aufbau grammatikalisch korrekter, einfacher Sätze.

In der dritten Phase versuchen Therapeut und Aphasiker, die bislang erzielten Sprachleistungen auf die Erfordernisse der Alltagskommunikation zu übertragen. Um dies zu erleichtern, findet die Behandlung der Aphasie in dieser Phase häufig in Gruppen statt.


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