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Stand: 18. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einer Aphasie (Sprachstörung) besteht der erste Schritt zur Diagnose in einer sogenannten Eingangsdiagnostik: Hierbei macht sich der Arzt ein erstes Bild von den Sprachstörungen. Um Aphasien genauer beurteilen zu können, stehen verschiedene Tests zur Verfügung. Dabei sind viel Erfahrung und Verständnis erforderlich.
Um die Aphasie-Diagnose möglichst schnell zu stellen, eignet sich der sogenannte Token-Test: Hierbei weist der Arzt die Betroffenen mündlich an, unter 10 bis 20 verschiedenen Plättchen 1 bis 2 Plättchen von bestimmter Farbe, Form und Größe herauszusuchen. Ob eine erworbene Sprachstörung infolge einer Gehirnschädigung vorliegt, zeigt dieser Test mit einer Treffsicherheit von etwa 90 Prozent.
Zur genaueren Diagnose kommt häufig der sogenannte Aachener Aphasie-Test (AAT) zum Einsatz. Hierbei kann der Arzt in einem standardisierten Interview mit verschiedenen Tests Folgendes prüfen: die Leistungen des Nachsprechens, des Schreibens, des Lesens, des Benennens und des Sprachverstehens. Der Aachener Aphasie-Test ermöglicht es, die verschiedenen Formen von Aphasie und den jeweiligen Schweregrad festzustellen. Den Test kann man darüber hinaus auch therapiebegleitend einsetzen, um die Fortschritte der Betroffenen zu beurteilen.
Steht die Aphasie-Diagnose fest, ist es ratsam, die Betroffenen auch hinsichtlich ihrer nicht-sprachlichen Wahrnehmungs- und Intelligenzleistungen zu untersuchen, da diese mitunter im Rahmen der Schädigung des Gehirns ebenfalls beeinträchtigt sind.
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