Aphasie: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. April 2016)

Bei einer Aphasie macht sich der Arzt in einer sogenannten Eingangsdiagnostik ein erstes Bild von den sprachlichen Fähigkeiten. Um die Sprachstörung genauer beurteilen zu können, stehen verschiedene Tests zur Verfügung. Dabei sind viel Erfahrung und Verständnis erforderlich.

Um die Aphasie möglichst schnell zu diagnostizieren, eignet sich der sogenannte Token-Test: Hierbei weist der Arzt einen mündlich an, unter 10 bis 20 verschiedenen Plättchen 1 bis 2 Plättchen von bestimmter Farbe, Form und Größe herauszusuchen. Dieser Test zeigt mit einer Treffsicherheit von etwa 90 Prozent an, ob eine erworbene Sprachstörung infolge einer Gehirnschädigung vorliegt.

Zur genaueren Diagnose kommt häufig der sogenannte Aachener Aphasie-Test (AAT) zum Einsatz: Dieser ermöglicht es, die verschiedenen Formen von Aphasie und den jeweiligen Schweregrad festzustellen. Darüber hinaus ist der Test auch therapiebegleitend geeignet, um zu beurteilen, ob die Behandlung Fortschritte erzielt. Beim Aachener Aphasie-Test prüft der Arzt in einem standardisierten Interview die Leistungen:

  • des Nachsprechens,
  • des Schreibens,
  • des Lesens,
  • des Benennens und
  • des Sprachverstehens.

Ist die Aphasie diagnostiziert, ist es ratsam, auch die nicht-sprachlichen Wahrnehmungs- und Intelligenzleistungen zu untersuchen, da diese bei Aphasikern durch die Schädigung des Gehirns mitunter ebenfalls beeinträchtigt sein können.


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