APC-Resistenz, Faktor-V-Leiden-Mutation: Vorbeugen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (05. Februar 2016)

Einer erblich bedingten APC-Resistenz können Sie nicht wirksam vorbeugen. Dasselbe gilt für die Faktor-V-Leiden-Mutation, die meist hinter der Blutgerinnungsstörung steckt. Betroffene können jedoch verschiedene Maßnahmen ergreifen, um Thrombosen zu verhindern. Zu dieser Thromboseprophylaxe eignen sich folgende allgemeine Maßnahmen:

  • Bewegen Sie sich regelmäßig (Gehen, Wandern, Schwimmen, Gymnastik).
  • Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich.
  • Nehmen Sie ab, wenn Sie Übergewicht haben.
  • Vermeiden Sie langes Stehen oder Sitzen.
  • Verzichten Sie auf Nikotin.
  • Verzichten Sie möglichst auf hormonhaltige Verhütungsmittel (Antibabypille).

Um zu erfahren, wie hoch Ihr Thromboserisiko durch die angeborene APC-Resistenz tatsächlich ist, bieten sich entsprechende Gentests an: Hierdurch können Sie abklären lassen, ob die zugrunde liegende Faktor-V-Leiden-Mutation heterozygot (mischerbig) oder homozygot (reinerbig) ist – also ob Sie den veränderten Blutgerinnungsfaktor Faktor V Leiden nur von einem oder von beiden Elternteilen geerbt haben: Mischerbige Träger des Erbmerkmals haben ein deutlich geringeres Risiko für Thrombosen als reinerbige.

Bei einem Kinderwunsch können Sie so außerdem abschätzen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass Sie den veränderten Faktor V Leiden und somit die APC-Resistenz an Ihr Kind vererben. Da eine Schwangerschaft Ihr Thromboserisiko zusätzlich erhöht, sind Maßnahmen zum Vorbeugen einer Thrombose dann besonders wichtig.


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