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APC-Resistenz, Faktor-V-Leiden-MutationAPC-Resistenz, Faktor-V-Leiden-Mutation: TherapieStand: 25. Januar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei einer angeborenen APC-Resistenz, die fast immer die Folge einer als Faktor-V-Leiden-Mutation bezeichneten Veränderung am Erbgut ist, erfolgt in der Regel keine Therapie, solange noch keine Thrombose aufgetreten ist. Nur in besonderen Risikosituationen, zum Beispiel bei Operationen oder längerer Ruhigstellung, kann eine vorübergehende Thromboseprophylaxe mit gerinnungshemmenden Mitteln sinnvoll sein. Wenn Sie Thrombosen entwickeln, legt der Arzt Ihre Behandlung und deren Dauer abhängig von Ihren Beschwerden und von zusätzlich vorhandenen Risikofaktoren fest. Als gerinnungshemmende Medikamente kommen bei einer APC-Resistenz meist Heparin und Phenprocoumon zum Einsatz. Bestehende Blutgerinnsel lassen sich durch Heparin in niedriger Dosierung auflösen. Dieses Medikament ist nur für eine kurzfristigere Therapie geeignet, da seine Verabreichung nur per Spritze möglich ist. Zur Langzeitbehandlung der (meist durch die Faktor-V-Leiden-Mutation verursachten) Blutgerinnungsstörung erhalten Sie den Wirkstoff Phenprocoumon in Tablettenform. Da gerinnungshemmende Medikamente das Blut verdünnen, sollte die Therapie bei einer APC-Resistenz streng nach ärztlicher Anweisung erfolgen. In jedem Fall ist das Risiko individuell abzuschätzen: Wenn Sie die für fast jede angeborene APC-Resistenz verantwortliche Faktor-V-Leiden-Mutation von nur einem Elternteil geerbt haben, ist Ihr Thromboserisiko gegenüber der übrigen Bevölkerung 5- bis 10-fach erhöht; wenn sowohl Ihr Vater als auch Ihre Mutter das entsprechende Erbmerkmal an Sie weitergegeben haben, ist Ihr Thromboserisiko 50- bis 100-fach erhöht. Bei der Risikoabschätzung ist es wichtig, auch alle anderen Faktoren zu berücksichtigen, die das Thromboserisiko erhöhen. Hierzu gehören zum Beispiel Alter, Schwangerschaft, Geburt, Einnahme der Antibabypille, Operationen, Ruhigstellung und Übergewicht. Dadurch ist erkennbar, ob Sie ein sehr hohes, hohes, mittleres oder niedriges Risiko für eine venöse Thrombose haben. Bei einem niedrigen Risiko sind physikalische Maßnahmen zum Vorbeugen einer Thrombose (sofortige beziehungsweise frühe Mobilisierung nach einer Operation, Hochlagern der Beine, Thromboseprophylaxestrümpfe) ausreichend. Sie sind auch geeignet, um die medikamentöse Behandlung einer mit hohem Risiko verbundenen APC-Resistenz zu unterstützen. Das Wirkungsprinzip beruht darauf, dass die Strömungsgeschwindigkeit der Bluts in den Venen beschleunigt ist. Weiterlesen: APC-Resistenz, Faktor-V-Leiden-Mutation: Verlauf Das könnte Sie auch interessieren
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