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Anthrax (Milzbrand)

Anthrax (Milzbrand): Vorbeugen

Stand: 23. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Sie können Anthrax (Milzbrand) vorbeugen, indem Sie den Kontakt mit erkrankten Tieren und ihren Produkten vermeiden: Überwiegend von Anthrax betroffen sind Huftiere wie Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde. Ansteckungsgefahr besteht vor allem, wenn Sie Hautverletzungen haben: Ein natürlich auftretender Milzbrand beim Menschen äußert sich fast immer als Hautmilzbrand. Voraussetzung für seine Entstehung ist, dass die Anthrax-Erreger – die Milzbrandsporen – über kleine Verletzungen eindringen können. Eine unverletzte Haut können die Sporen nicht durchdringen.

Auch den selteneren Formen von Anthrax können Sie wirksam vorbeugen: Vor dem Einatmen der Milzbrandsporen (und somit vor Lungenmilzbrand) können Sie sich mit einem speziellen Mundschutz, wie ihn auch von Chirurgen bei Operationen verwenden, schützen. Diese Masken haben eine Porengröße von 0,6 Mikrometern, wohingegen die Milzbrandsporen im ungünstigsten Fall 1 bis 5 Mikrometer groß sind. Die Aufnahme von Anthrax-Bakterien über den Mund (und somit Darmmilzbrand) können Sie verhindern, indem Sie auf rohes Fleisch oder kontaminierte Rohmilch möglicherweise infizierter Tiere verzichten.

Grundsätzlich ist es möglich, die Infektion mit Anthrax durch eine Impfung zu verhindern. Diese Maßnahme zum Vorbeugen steht jedoch in Deutschland nicht zur Verfügung, da der Impfstoff gegen Milzbrand zahlreiche Nebenwirkungen hervorruft. Zudem tritt Anthrax in dieser Region nur sehr selten auf.

Weiterlesen: Anthrax (Milzbrand): Weitere Informationen

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