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Angststörung: Verlauf

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (01. Oktober 2015)

Bei einer Angststörung hängt der Verlauf davon ab, um welche Form es sich handelt und wie lange die Angst schon besteht. Auch die Intensität der Angst spielt eine Rolle. Je früher die Behandlung einsetzt, desto eher kann man verhindern, dass sich die Angststörung weiter manifestiert.

Die Agoraphobie verläuft häufig chronisch über Jahre hinweg. Personen mit einer Agoraphobie zeigen oft ein besonders ausgeprägtes Vermeidungsverhalten. Dies führt manchmal sogar dazu, dass die Betroffenen das Haus nicht mehr verlassen. Auch soziale Phobien können, wenn sie nicht behandelt werden, chronisch werden und dazu führen, dass sich ein Mensch vollständig von der Außenwelt isoliert.

Bei spezifischen Phobien wie zum Beispiel der Flugangst oder einer Spinnenphobie hängt die Prognose von dem Erkrankungsalter ab. In der Kindheit erworbene Phobien klingen meist ohne Behandlung ab, bei späterer Erkrankung bleibt die Phobie häufig bestehen. Bei einer Panikstörung kann es zu Phasen kommen, in denen die Panikattacken seltener oder häufiger auftreten. Die Störung bleibt meist über Jahre in unterschiedlicher Intensität bestehen.

Auch die generalisierte Angststörung kann, ohne Behandlung, über Jahre oder Jahrzehnte bestehen bleiben.

Oft ist es nicht die Angst selbst, die für die Betroffenen besonders belastend ist, sondern die damit verbundenen Folgen. Wenn man angstmachende Objekte oder Situationen vermeidet, kann dies die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Gerade bei schon länger bestehenden Angststörungen sind manche Menschen nicht mehr in der Lage, einer Arbeit nachzugehen. Manchmal führt eine Angststörung auch zu Depressionen, Alkoholismus und Medikamentenmissbrauch.

Eine Angststörung, die erfolgreich überwunden wurde, kann im weiteren Verlauf zurückkehren und möglicherweise eine erneute Behandlung erforderlich machen.

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