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Angststörung: Phobien

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (17. Januar 2013)

Personen mit einer Phobie haben eine unbegründete Angst vor bestimmten Gegenständen oder Situationen. Obwohl der Phobiker weiß, dass die Angst unsinnig ist, verspürt er den Drang, die Situationen oder Objekte zu meiden. Es gibt verschiedene Arten von Phobien, die man grob in drei Kategorien einordnen kann:

Agoraphobie

Personen mit einer Agoraphobie ("Platzangst") haben Angst vor Situationen, in denen sie sich außerhalb ihrer gewohnten Umgebung aufhalten. Die Betroffenen fürchten in solchen Situationen, nicht flüchten zu können, wenn hilflos machende oder peinliche Symptome wie Schwindel oder Verlust der Blasenkontrolle auftreten. Infolge dieser Befürchtungen meidet der Betroffene die Angst auslösenden Situationen, sodass er zunehmend in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist. Eine Agoraphobie tritt häufig in Verbindung mit einer Panikstörung auf.

Typische Situationen, die Agoraphobiker vermeiden, sind:

  • der Aufenthalt auf öffentlichen Plätzen
  • der Aufenthalt in Menschenmengen
  • das Anstehen in einer Warteschlange
  • Reisen in Zug, Bus oder Auto
  • weite Entfernungen von zu Hause

Soziale Phobie

Eine soziale Phobie äußert sich durch eine anhaltende, starke Angst vor sozialen Situationen, in denen der Betroffene im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht. Personen mit einer sozialen Phobie haben beispielsweise Angst davor:

  • einen Vortrag zu halten
  • vor anderen Personen zu essen
  • vor anderen Personen zu schreiben
  • an Veranstaltungen teilzunehmen
  • an Geselligkeiten teilzunehmen

Der Betroffene weiß, dass die Angst unvernünftig und übertrieben ist, kann sich aber kaum dagegen wehren und versucht deshalb, die Angst auslösenden Situationen zu vermeiden. Die soziale Phobie geht weit über eine normale Schüchternheit hinaus und tritt häufig in Verbindung mit niedrigem Selbstwertgefühl und Furcht vor Kritik auf. Typische Symptome sind:

Spezifische Phobie

Eine spezifische Phobie ist durch die anhaltende Angst vor einem spezifischen Objekt oder einer bestimmten Situation gekennzeichnet. Die häufigsten Formen sind:

  • Angst vor Tieren, insbesondere vor Hunden (Kynophobie), Insekten, Spinnen (Arachnophobie), Schlangen (Ophidiophobie) oder Mäusen (Suriphobie)
  • Angst vor Blut (Hämatophobie)
  • Angst vor geschlossenen Räumen (Klaustrophobie)
  • Höhenangst (Akrophobie)
  • Flugangst (Aviophobie)
  • Angst vor Ansteckung (Pathophobie)

Diese Ängste sind auch in der Normalbevölkerung weit verbreitet. Sie werden erst dann als krankhaft bezeichnet, wenn sie den Tagesablauf, die üblichen sozialen Aktivitäten oder Beziehungen beeinträchtigen oder erhebliches Leid verursachen. So kann es zum Beispiel sein, dass ein Betroffener aus Angst, auf der Straße einem Hund zu begegnen, nicht mehr allein das Haus verlässt.






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