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Angststörung: Diagnose

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (17. Januar 2013)

Um bei einer vermuteten Angststörung die Diagnose zu stellen, wird der Arzt, Psychiater oder Psychotherapeut ein ausführliches Gespräch mit dem Betroffenen führen, in dem er die bestehenden Symptome erfasst. Als Hilfestellung für das diagnostische Gespräch kann er strukturierte Interviewleitfäden oder Fragebögen einsetzen.

Häufig wird eine Angststörung erst diagnostiziert, wenn der Betroffene bereits einen langen Leidensweg hinter sich hat. Gerade bei Personen, deren Angst sich vor allem körperlich niederschlägt, kommt es oft zu Fehldiagnosen, weil man die Ursache für die Beschwerden im körperlichen Bereich sucht.

Zunächst wird der Mediziner oder Psychologe abklären, ob es sich bei der Angst um eine normale oder eine krankhaft Angst handelt. Zudem ist es für die Behandlung wichtig zu wissen, ob die Angst im Vordergrund steht oder ob sie im Rahmen einer anderen psychischen Erkrankung (z.B. Depression) auftritt. Um auszuschließen, dass die Angstsymptome auf eine körperliche Ursache zurückzuführen sind (z.B. eine Schilddrüsenüberfunktion, Angina pectoris, Einnahme bestimmter Medikamente, erhöhter Hirndruck), sollte man den Betroffenen umfassend körperlich untersuchen.

Entscheidend für die Diagnose einer Angststörung ist nicht nur, dass typische Angstsymptome vorliegen, sondern auch, wie ausgeprägt diese Symptome sind und wie lange sie schon bestehen. So wird beispielsweise eine Panikstörung nur dann diagnostiziert, wenn die Angstanfälle mehrfach innerhalb eines Monats aufgetreten sind und zwischen den Attacken angstfreie Zeiträume bestanden.

Als wichtiges diagnostisches Hilfsmittel werden häufig auch sogenannte Angsttagebücher eingesetzt. Der Betroffene hält im Tagebuch über einen längeren Zeitraum fest, wie oft, in welchen Situationen und wie stark die Angst aufgetreten ist. Das Angsttagebuch erleichtert dem Therapeuten, die Behandlung individuell zu planen.



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