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Angelman-Syndrom

Angelman-Syndrom: Verlauf

Stand: 19. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Prognose

Menschen mit Angelman-Syndrom bleiben aufgrund der Verzögerungen in ihrer geistigen Entwicklung im Verlauf ihres gesamten Lebens auf Hilfe durch andere angewiesen. Die Prognose für die Lebenserwartung ist jedoch gut: Das Angelman-Syndrom wirkt sich nicht lebensverkürzend aus. Außerdem können entwicklungsfördernde Hilfen und Maßnahmen, zum Beispiel durch eine heilpädagogische Schulausbildung sowie die Entwicklung von Kommunikationsstrategien, die Selbstständigkeit der Betroffenen stark verbessern. Über 80 Prozent der Familien mit einem betroffenen Kind haben mittlerweile die Möglichkeit, an Betreuungsmaßnahmen teilzunehmen. Rund 40 Prozent der entwicklungsfördernden Betreuungen leisten kommerzielle Dienste oder besonders geschulte Einzelpersonen, den Rest die Familie, Verwandte oder Freunde.

Komplikationen

Das Angelman-Syndrom kann in seinem Verlauf mit verschiedenen Komplikationen verbunden sein, die eine Behandlung erforderlich machen. Die häufigsten (und nahezu einzigen) behandlungsbedürftigen Komplikationen des Angelman-Syndroms sind Krampfanfälle ( Epilepsien), Schielen und eine Skoliose.

Angelman-Syndrom: Vorbeugen

Dem Angelman-Syndrom können Sie nicht vorbeugen. Es besteht zwar die Möglichkeit, das Angelman-Syndrom im Rahmen einer entsprechenden Pränataldiagnostik (durch Gentests) bereits im Mutterleib zu erkennen. Es ist jedoch ratsam, sich zunächst durch einen Arzt ausführlich beraten zu lassen und dabei alle Pros und Kontras sorgfältig abzuwägen, bevor Sie sich zu diesem Schritt entscheiden. Da das Angelman-Syndrom keine besonderen Anomalien oder körperlichen Missbildungen beim Fötus verursacht, ist es nicht möglich, die Störung durch eine Ultraschalluntersuchung zu erkennen.

Weiterlesen: Angelman-Syndrom: Weitere Informationen

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