Angelman-Syndrom: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (06. Mai 2015)

Beim Angelman-Syndrom zielt die Therapie darauf ab, die Symptome zu lindern: Sie können Ihrem betroffenen Kind durch eine aufmerksame Pflege, liebevolle Zuwendung und durch eine intensive pädagogische Betreuung helfen. Die dem Angelman-Syndrom zugrundeliegende Störung im Erbgut lässt sich allerdings nicht beheben, sodass eine Heilung nicht möglich ist.

Typische Merkmale für das Angelman-Syndrom sind eine verzögerte geistige und körperliche Entwicklung, Bewegungs- oder Gleichgewichtsstörungen, bestimmte Verhaltensbesonderheiten und eine beeinträchtigte Sprachentwicklung. Daher sind beim Angelman-Syndrom  Fördermethoden zur Therapie geeignet, die sich positiv auf die Entwicklung der Kinder auswirken – zum Beispiel:

  • Ergotherapie (Bewegungstherapie, die durch körperliche oder geistige Aktivität die bestmögliche Handlungsfähigkeit der Kinder erreichen soll)
  • Logopädie (Behandlung der Sprach- und Sprechstörungen)
  • Mototherapie (Bewegungstherapie mit dem Ziel, Fehler im Bewegungsverhalten zu verbessern bzw. auszugleichen oder nicht entwickeltes Bewegungsverhalten zu fördern)
  • Hippotherapie (therapeutisches Reiten)

Häufig verursacht das Angelman-Syndrom neben den typischen Merkmalen weitere Beschwerden – wie epileptische Anfälle, Schielen oder eine Verkrümmung der Wirbelsäule (Skoliose). In dem Fall ist außerdem eine gezielte Behandlung dieser zusätzlichen Symptome ratsam.


Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst