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Aneurysma

Stand: 31. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Ein Aneurysma (Mehrzahl: Aneurysmen) ist eine spindel- oder sackförmige Gefäßerweiterung einer Arterie. Es entsteht infolge einer Ausbuchtung oder Ausweitung der Gefäßwand. Ein Aneurysma tritt vor allem bei älteren Menschen auf – wichtige Risikofaktoren sind Bluthochdruck und eine Arteriosklerose (Arterienverkalkung).

Die häufigste Form des Aneurysmas stellt die Ausweitung der Hauptschlagader, das sogenannte Aortenaneurysma dar. Etwa ein bis zwei Prozent aller Menschen haben ein solches Aortenaneurysma – oft ohne davon zu wissen.

Am häufigsten kommt ein Aneurysma an der Bauchaorta vor. Auch in herznahen Blutgefäßen oder im Gehirn kann ein Aneurysma auftreten. Reißt es, kann es zum Teil zu lebensbedrohlichen Komplikationen wie schweren inneren Blutungen kommen. Je größer ein Aneurysma ist, desto höher ist das Risiko, dass es reißt, da der Druck auf die Gefäßwand mit dem Durchmesser der Ausweitung ebenfalls zunimmt. Das Risiko für lebensbedrohliche Folgen ist besonders hoch, wenn ein Aneurysma im Kopf beziehungsweise im Gehirn oder in den herznahen Blutgefäßen reißt.

Insgesamt lassen sich drei verschiedene Formen von Aneurysmen unterscheiden:

  • Aneurysma verum (echtes Aneurysma): Die gesamte Wand des Blutgefäßes ist ausgesackt.
  • Aneurysma dissecans: Die Aussackung entsteht, weil sich Blut in die verschiedenen Schichten der Gefäßwand einwühlt und so die Wandschichten aufspaltet. Das Aneurysma dissecans kommt ausschließlich an der Hauptschlagader vor – Mediziner sprechen auch von einer Aortendissektion.
  • Aneurysma spurium oder falsum (unechtes Aneurysma): Die Aussackung entsteht nach einer Gefäßwandverletzung und Bildung eines Blutergusses (Hämatom) um das Gefäß, der sich verkapselt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Aneurysma zu behandeln: Hat ein Aortenaneurysma einen kleinen Durchmesser oder ist ein mögliches Operationsrisiko zu hoch, kann der Arzt das Aneurysma konservativ (also ohne Operation) behandeln. Bei einem großen Durchmesser und wenn die Gefahr besteht, dass es sich vergrößert oder reißt, muss ein Aneurysma operativ behandelt werden. Hierbei ersetzt der Chirurg den erweiterten Gefäßabschnitt durch eine Gefäßprothese.

Weiterlesen: Aneurysma: Definition

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