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Aneurysma

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (28. Februar 2014)

Ein Aneurysma ist eine spindel- oder sackförmige Gefäßerweiterung einer Arterie. Es entsteht, wenn sich die Gefäßwand ausbuchtet oder ausweitet. Ein Aneurysma tritt vor allem bei älteren Menschen auf – wichtige Risikofaktoren sind Bluthochdruck und eine Arteriosklerose (Arterienverkalkung).

Die häufigste Form des Aneurysmas stellt die Ausweitung der Hauptschlagader dar: das sogenannte Aortenaneurysma. Etwa ein bis zwei von hundert Menschen haben ein solches Aortenaneurysma – oft ohne davon zu wissen.

Am häufigsten kommt ein Aneurysma (Mehrzahl: Aneurysmen) an der Bauchaorta vor. Auch in herznahen Blutgefäßen oder im Gehirn kann ein Aneurysma auftreten. Reißt die Gefäßwand im Bereich eines Aneurysmas, kann es zu lebensbedrohlichen Komplikationen wie schweren inneren Blutungen kommen. Je größer ein Aneurysma ist, desto höher ist das Risiko, dass das Gefäß an dieser Stelle reißt, da der Druck auf die Gefäßwand mit dem Durchmesser der Ausweitung ebenfalls zunimmt. Das Risiko für lebensbedrohliche Folgen ist besonders hoch, wenn ein Aneurysma im Kopf beziehungsweise im Gehirn oder in den herznahen Blutgefäßen reißt.

Insgesamt lassen sich drei verschiedene Formen von Aneurysmen unterscheiden:

  • Aneurysma verum (echtes Aneurysma): Die gesamte Wand des Blutgefäßes ist ausgesackt.
  • Aneurysma dissecans: Die Aussackung entsteht, weil sich Blut zwischen die verschiedenen Schichten der Gefäßwand wühlt und so die Wandschichten aufspaltet. Von einem Aneurysma dissecans ist in der Regel nur die Hauptschlagader (Aorta) betroffen – Mediziner sprechen dann von einer Aortendissektion.
  • Aneurysma spurium oder falsum (unechtes Aneurysma): Die Aussackung entsteht, wenn sich nach einer Gefäßwandverletzung ein Bluterguss (Hämatom) um das Gefäß bildet, der sich verkapselt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Aneurysma zu behandeln: Hat ein Aortenaneurysma einen kleinen Durchmesser oder ist ein mögliches Operationsrisiko zu hoch, kann der Arzt versuchen, das Aneurysma konservativ (also ohne Operation) zu behandeln. Ab einem bestimmten Durchmesser und wenn die Gefahr besteht, dass sich das Aneurysma vergrößert oder reißt, wird der Arzt meist eine Operation empfehlen. Hierbei ersetzt der Chirurg den erweiterten Gefäßabschnitt durch eine Gefäßprothese, also ein künstliches Gefäß, welches die Funktion des natürlichen Blutgefäßes übernimmt.

Bauchaortenaneurysma: Video






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