Anenzephalie: Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. Januar 2016)

Eine Anenzephalie entsteht im Verlauf der Embryonalentwicklung: Die angeborene Fehlbildung ist die Folge einer embryonalen Entwicklungsstörung etwa in der fünften Schwangerschaftswoche. Einem Kind mit Anencephalus (d.h. "ohne Gehirn") fehlen das Schädeldach und größtenteils das Gehirn.

Mit solch schwerwiegenden Fehlbildungen ist ein Leben nicht möglich: Daher sterben Kinder mit Anenzephalie in der Regel schon im Verlauf der Schwangerschaft im Mutterleib oder kurz nach der Geburt.

Vorbeugen

Einer Anenzephalie können Sie nicht mit 100-prozentiger Sicherheit vorbeugen, da die genaue Ursache der Fehlbildung des Zentralnervensystems (ZNS = Gehirn und Rückenmark) unklar ist. Allerdings sind einige vermeidbare Risikofaktoren bekannt, die diesen sogenannten Neuralrohrdefekt begünstigen – allen voran der Mangel am B-Vitamin Folsäure.

Wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, ist es daher wichtig, zusätzlich ein Folsäure-Präparat einzunehmen, um das Risiko einer Anenzephalie für Ihr Kind so gering wie möglich zu halten.
Beginnen Sie nach Möglichkeit schon beim Kinderwunsch mit der Folsäure-Einnahme und setzen Sie sie bis acht Wochen nach der Empfängnis fort.

International gilt für alle Frauen im gebärfähigen Alter, die schwanger werden möchten, zur allgemeinen Prophylaxe von Neuralrohrdefekten wie der Anenzephalie die Empfehlung, täglich 0,4 Milligramm Folsäure einzunehmen. Für Frauen, die bereits mit einem Kind mit Anencephalus schwanger waren oder in deren Familie es Fälle von Anenzephalie gab, gelten höhere Dosierungen: Für sie ist bei einem weiteren Kinderwunsch die Einnahme von täglich 4 Milligramm Folsäure empfehlenswert.


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