Analkarzinom (Analkrebs): Vorbeugen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. März 2015)

Einem Analkarzinom (Analkrebs) lässt sich nur bedingt vorbeugen. Da die Entstehung des Analkarzinoms mit sexuell übertragbaren Virusinfektionen (Humanes Papillomvirus, kurz: HPV) zusammenhängt, ist es wichtig, auf eine sorgfältige Sexualhygiene zu achten und Kondome zu verwenden.

Ansonsten gibt es keine Maßnahmen, die direkt vor einem Analkarzinom schützen. Generell gilt: Wer seine Gesundheit möglichst lange erhalten will, sollte auf eine gesunde Lebensführung achten. Eine vitaminreiche, ausgewogene Ernährung ist dabei ebenso wichtig wie genügend Bewegung. Vermeiden Sie außerdem Risikofaktoren wie Rauchen oder Alkohol.

Blutauflagerungen auf dem Stuhl sowie Jucken und Brennen im Analbereich können frühe Zeichen eines Analkarzinoms sein. Da die Heilungschancen umso besser sind, je früher das Karzinom entdeckt und behandelt wird, ist es wichtig, solche Beschwerden vom Arzt untersuchen zu lassen: Er kann eine bösartige Krebserkrankung ausschließen beziehungsweise rechtzeitig erkennen.

Gesetzlich Versicherte können Krebsvorsorge-Untersuchungen in Anspruch nehmen, mit denen sich ein Analkarzinom im besten Fall frühzeitig nachweisen lässt: Stuhlproben-Tests auf Blutbeimengungen und die rektale Tastuntersuchung spielen bei der Früherkennung von Darmkrebs, und daher auch bei Analkrebs, eine wichtige Rolle. Ein Test auf verborgenes Blut im Stuhl (Okkultblut-Test) gehört zwischen dem 50. und 54. Lebensjahr zu den jährlichen Früherkennungsuntersuchungen. Die Kosten hierfür übernehmen die Krankenkassen. Ab dem 55. Lebensjahr hat jeder gesetzlich Versicherte zudem Anspruch auf eine Darmspiegelung (Koloskopie), die frühestens nach zehn Jahren wiederholt werden kann. Bei Verzicht auf die Darmspiegelung kann ab dem 55. Lebensjahr alternativ alle zwei Jahre ein Okkultblut-Test zulasten der Krankenkasse erfolgen. 


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