Analkarzinom (Analkrebs): Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. März 2015)

Die Gefahr, an einem Analkarzinom (Analkrebs) zu erkranken, wird durch chronische Infektionen und mechanische Beanspruchungen gesteigert. Daher ist die Ursache für ein Analkarzinom häufig eine vorgeschädigte Analregion mit Fisteln und Fissuren.

Fisteln entstehen zum Beispiel durch chronische Entzündungen. Dabei bilden sich Gänge im Gewebe, die mitunter tief ins Gewebe reichen und in manchen Fällen den Darm oder Analkanal mit der Bauchhöhle oder anderen Organen verbinden können. Mit Fissuren sind hingegen schmerzhafte Risse in der Haut beziehungsweise Schleimhaut gemeint.

In vielen Fällen lässt sich der Analkrebs mit humanen Papillomviren (HPV) in Verbindung bringen. Mediziner unterteilen diese Viren in Hochrisiko- (u.a. HPV 16 und 18) und Niedrigrisiko-Typen (u.a. HPV 6 und 11). Die Niedrigrisiko-Typen erhöhen das Krebsrisiko kaum und führen eher zu gutartigen Wucherungen, den sogenannten Feigwarzen (Kondylome). Die Hochrisiko-Typen lassen sich häufig bei Analkrebs nachweisen, aber auch bei Gebärmutterhalskrebs und anderen Tumoren des Genitalbereichs. Die Infektion mit HPV zählt zu den Geschlechtskrankheiten und wird meist von Vagina oder Penis auf die Analregion übertragen.

Bei Darmkrebs gelten auch manche Lebensgewohnheiten (z.B. fettreiche und faserarme Kost) und Erkrankungen (Darmpolypen, bestimmte Erbkrankheiten) als Risikofaktoren. Sie werden jedoch nicht mit einem erhöhten Risiko für ein Analkarzinom in Verbindung gebracht.


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