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Analkarzinom (Analkrebs): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (28. Januar 2014)

Ein Analkarzinom (Analkrebs) macht eine schnelle und gezielte Therapie notwendig. Dabei stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Strahlentherapie kombiniert mit Chemotherapie

Beim fortgeschrittenen Analkarzinom ist die wirksamste Therapie die Kombination aus Bestrahlung und Chemotherapie (sog. Radiochemotherpie). Dabei wird das Tumorgebiet einschließlich der Lymphknoten in Becken und Leiste bestrahlt; zusätzlich erhält der Patient Zytostatika. So nennt man die Medikamente, die bei einer Chemotherapie zur Behandlung einer Krebserkrankung eingesetzt werden. Es sind Zellgifte, die besonders solche Zellen angreifen, welche sich schnell teilen – dazu gehören vor allem die Krebszellen. Zytostatika wirken jedoch auch auf die Schleimhäute und die Blutbildung, wodurch es bei einer Krebs-Therapie zu typischen Nebenwirkungen kommt. Wenn die Strahlentherapie zusammen mit einer Chemotherapie durchgeführt wird, führt das bei örtlich begrenzten Analkarzinomen in 80 von 100 Fällen zur Heilung.

Als Nebenwirkungen der kombinierten Strahlen- und Chemotherapie können unter anderem vorübergehend Durchfälle oder Beschwerden beim Wasserlassen auftreten. Es kann auch zu einer Hautentzündung im Analbereich kommen, da hier die Haut mit der höchsten Strahlendosis belastet wird und zudem mechanisch beansprucht wird.

Eine alleinige Chemotherapie ist bei Analkrebs nicht dauerhaft wirksam.

Chirurgie

Bei kleineren, oberflächlich gelegenen Tumoren, vor allem des Analrands und des unteren Analkanals, ist die operative Entfernung des Analkarzinoms (Analkrebs) vorrangig. Eine anschließende Kombination aus Bestrahlung und Chemotherapie ist bei ausgedehnterem Befall sinnvoll, um die Heilungschancen zu erhöhen.

Ein künstlicher Darmausgang (Anus praeter) muss heutzutage nur noch in Ausnahmefällen angelegt werden – zum Beispiel wenn sich der Analkrebs zum Zeitpunkt der Diagnose schon sehr weit ausgedehnt hat.






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