Analkarzinom (Analkrebs): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. März 2015)

Bei Verdacht auf ein Analkarzinom (Analkrebs) sollte schnell eine sichere Diagnose gestellt werden. Der Arzt erkundigt sich nach den typischen Beschwerden und führt eine gründliche körperliche Untersuchung durch.

Um sicher zu gehen, ist es wichtig, bei Blutbeimengung im Stuhl einen Arzt aufzusuchen. Mit verschiedenen Untersuchungen – wie dem Abtasten des Analkanals mit dem Finger – kann der Arzt feststellen, ob ein Analkrebs die Ursache für das Blut im Stuhl des Patienten sein könnte. Das Analkarzinom und viele Dickdarmkarzinome sind durch diese Tastuntersuchung oft schon zu entdecken.

Außerdem führt der Arzt bei Verdacht auf ein Analkarzinom eine Spiegelung (Endoskopie) des Enddarms (Rektoskopie) durch. In einem Gespräch fragt er außerdem nach möglichen vererbbaren Erkrankungen.

Kleinere Tumoren von weniger als einem Zentimeter Durchmesser schneidet der Arzt heraus und lässt sie unter dem Mikroskop untersuchen. Sind die Tumoren größer, entnimmt er lediglich eine Gewebeprobe (Biopsie), die er ebenfalls zur feingeweblichen Beurteilung (Histologie) ins Labor schickt.

Wenn sich der Krebsverdacht durch Tastbefund, Spiegelung und Biopsie bestätigt, schließen sich weitere Untersuchungen an, um die Ausdehnung des Tumors und das Erkrankungsstadium zu bestimmen (Staging). Zu dieser Stadieneinteilung dienen:

Wichtig für die Tumorstadieneinteilung sind zwei Fragen:

  1. Wie groß ist der Tumor?
  2. Sind benachbarte Organe bereits befallen?

Mediziner verwenden in diesem Zusammenhang die sogenannte T-Klassifikation:

  • Tumorstadium T1 liegt vor, wenn die Größe des Tumors zwei Zentimeter nicht überschreitet.
  • Bei einer Größe zwischen zwei und fünf Zentimetern liegt ein T2-Tumorstadium vor.
  • Ist der Tumor größer als fünf Zentimeter, wird das Tumorstadium als T3 bezeichnet.
  • Wenn der Tumor Nachbarorgane betrifft, zum Beispiel die Harnblase, den Darm oder die Beckenknochen, dann liegt das Tumorstadium T4 vor.

Außerdem muss der Arzt klären, ob in der Nähe des Tumors bereits Lymphknoten befallen sind und ob der Analkrebs schon in weiter entfernte Körperregionen gestreut, also Tochtergeschwulste (Metastasen) gebildet hat.


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