Analkarzinom (Analkrebs): Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. März 2015)

Das Analkarzinom (Analkrebs) ist eine bösartige Gewebeneubildung im drei bis sechs Zentimeter langen Analkanal, der den Darm mit dem After verbindet. Auch wenn das Analkarzinom den Dickdarmtumoren zugeordnet wird, unterscheidet es sich doch grundlegend von den Karzinomen des Rektums (Mastdarm) und des übrigen Dickdarms.

Im Analkanal geht die Schleimhaut des Enddarms allmählich in die Haut des Afters (Anus) über. Diese Übergangszone ist anatomisch kompliziert aufgebaut. Die bösartigen Tumoren des Analkanals ähneln hinsichtlich ihres Aufbaus in der Regel eher den Plattenepithelkarzinomen der Haut als den bösartigen Tumoren des Darms (Adenokarzinome). Plattenepithelkarzinome machen circa 85 Prozent der Analkarzinome aus. Diese Analkrebs-Formen werden auch kloakogene Karzinome genannt.

Analkrebs, der am Afterrand entsteht, wird als Analrandkarzinom bezeichnet. Es zählt zu den Hauttumoren.

Illustration: Anatomie des Afters

Anatomie des Analbereichs


Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst