Analfissur (Afterriss): Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (02. April 2015)

Komplikationen

Eine Analfissur zeigt unter geeigneter Behandlung meist einen guten Verlauf. Komplikationen sind dennoch möglich, denn eine chronische Analfissur ist eine offene Wunde, in die fortwährend Keime aus dem Darm gelangen. Ohne Therapie heilt die Schleimhaut nur schwer ab und kann sich chronisch entzünden. Als Folge bilden sich bei manchen Betroffenen Analfisteln. Dabei entsteht vom Grund der Wunde ausgehend ein Kanal, der den inneren Schließmuskel durchbohrt. Die Entzündung kann sich dadurch in das umliegende Gewebe ausbreiten.

Ein Analabszess gehört bei einer Analfissur oder einer Analfistel ebenfalls zu den möglichen Komplikationen. Ein Abszess ist eine eitrige Entzündung, die sich als eine Art Blase im Gewebe abkapselt. Der Analabszess erzeugt eine gerötete, prall elastische Schwellung, die zu heftigen Schmerzen, Fieber und Schüttelfrost führen kann. In diesem Fall ist eine sofortige operative Behandlung notwendig.

Nachsorge

Inwieweit eine Analfissur eine Nachsorge erfordert, richtet sich nach der Stärke der Beschwerden und der gewählten Behandlungsmethode. Eine akute Analfissur heilt in den meisten Fällen von selbst oder unterstützt durch Salben und Zäpfchen nach einigen Wochen ab. Wurde die Analfissur operiert, gelten bei der Nachsorge die Prinzipien einer offenen Wundbehandlung. Sitzbäder und Salbenverbände unterstützen die Wundheilung, die in der Regel mehrere Wochen dauert.

Um den Stuhl weich zu halten sowie Schmerzen und einen erneuten Krankheitskreislauf zu vermeiden, ist es wichtig, auf eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung zu achten und dabei viel zu trinken. Abführmittel sollten Sie nicht oder nur nach Absprache mit dem Arzt einnehmen. Bei der Analpflege empfiehlt sich ein schonendes Ausduschen des Afters, da Abwischen die Wunde reizt.


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