Analfissur (Afterriss): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (02. April 2015)

Bei einer Analfissur stellt der Arzt – zum Beispiel ein Proktologe (Facharzt für Erkrankungen des Enddarms) – die Diagnose nach einer kurzen körperlichen Untersuchung. Dabei betrachtet er den äußeren Analbereich. Weitere diagnostische Maßnahmen sind meist nicht notwendig.

Wie im gesamten Unterleib befinden sich auch im Analbereich ausgesprochen sensible Nerven. Daher ist die Wundregion sehr empfindlich bei einer Analfissur. Tastet der Arzt im Rahmen der Diagnose die innere Schleimhaut des Enddarms mit dem Finger ab (sog. digital-rektale Untersuchung, DRU), betäubt er deshalb zunächst den Analbereich, damit die Untersuchung für den Betroffenen nicht zu schmerzhaft ist. Eine Spiegelung des Enddarms (Proktoskopie) erfolgt, sofern eine Analfissur vorliegt, nur unter Narkose.

Wenn die Analfissur sehr auffällig aussieht oder nach mehreren Wochen Behandlung noch nicht abgeheilt ist, nimmt der Arzt gegebenenfalls eine kleine Gewebeprobe (Biopsie) Diese wird dann im Labor auf Veränderungen der Zellen untersucht (histologische Untersuchung).

Schematische Darstellung einer Analfissur

Schematische Darstellung einer Analfissur


Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst