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Anämie (Blutarmut), Eisenmangelanämie

Anämie (Blutarmut), Eisenmangelanämie: Diagnose

(Stand: 28. Juni 2009)

Bei jeder Form von Anämie (Blutarmut) – beispielsweise bei der Eisenmangelanämie – liefert das Blutbild wichtige Informationen für die Diagnose. Dabei wird anhand folgender Blutwerte festgestellt, ob eine Anämie vorliegt:

  • Anteil des Blutfarbstoffs (Hämoglobins)
  • Anteil der roten Blutkörperchen (Erythrozyten)
  • Anteil der festen Blutbestandteile (Hämatokrit) am gesamten Blut

Die Normalwerte betragen:

  • Blutfarbstoff bei Frauen: 12,1 bis 15,1 Gramm pro Deziliter
  • Blutfarbstoff bei Männern: 12,1 bis 16,6 Gramm pro Deziliter
  • Anzahl roter Blutkörperchen bei Frauen: 4,1 bis 5,1 Millionen pro Mikroliter
  • Anzahl roter Blutkörperchen bei Männern: 4,2 bis 5,6 Millionen pro Mikroliter
  • Anteil der festen Blutbestandteile bei Frauen: 35 bis 44 Prozent
  • Anteil der festen Blutbestandteile bei Männern: 35 bis 49 Prozent

Liegt eine Anämie vor, sind diese Blutwerte deutlich niedriger als im Normalfall.

Bei der Diagnose einer Eisenmangelanämie (sideropenischen Anämie) unterscheidet man drei Stadien des Eisenmangels. Dabei kann sich im letzten Stadium eine Eisenmangelanämie mit den entsprechenden Symptomen entwickeln.

  1. Speichereisenmangel (prälatenter Eisenmangel): In diesem Stadium sind bestimmte Blutwerte bereits erniedrigt (so etwa der sog. Serum-Ferritin-Wert). Der Grund hierfür ist, dass der Anteil des Eisens im Blut, der als Speicher- und Transportform vorliegt, abnimmt. Dies weist darauf hin, dass die Speicherform des Eisens aufgrund des Mangels langsam aufgebraucht wird. Der Blutfarbstoffwert ist jedoch noch nicht verändert.
  2. Latenter Eisenmangel: Hier sind die Eisenspeicher bereits aufgebraucht. Dies äußert sich durch einen niedrigen Anteil der Speicher- und Transportform des Eisens im Blutserum sowie durch leicht verminderte Blutfarbstoffwerte. In dieser Phase zeigen sich bereits die ersten Symptome einer Eisenmangelanämie.
  3. Manifester Eisenmangel: Hier ist sowohl der Anteil der Speicher- und Transportform des Eisens im Blutserum als auch der Blutfarbstoffwert deutlich vermindert. Die Bildung der roten Blutkörperchen ist beeinträchtigt. Der manifeste Eisenmangel kann zur Eisenmangelanämie führen.

Weiterlesen: Anämie (Blutarmut), Eisenmangelanämie: Therapie

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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