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Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)Amyotrophe Lateralsklerose (ALS): TherapieStand: 3. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Wenn Sie eine amyotrophe Lateralsklerose (ALS) entwickeln, erhalten Sie eine Therapie, welche die Krankheit verlangsamen (sog. neuroprotektive Therapie) und Ihre Beschwerden und Behinderungen lindern soll (sog. symptomatische Therapie). Eine ursächliche Therapie ist für die amyotrophe Lateralsklerose noch nicht verfügbar, da die genaue Ursache der Erkrankung bisher nicht bekannt ist. Neuroprotektive TherapieGegen die amyotrophe Lateralsklerose kommt unter anderem eine Therapie zum Einsatz, die neuroprotektiv wirken und so das Fortschreiten der Nervenzellschädigung verlangsamen soll ("neuro" = Nerven, "protektiv" = schützend). Diese neuroprotektive Therapie der ALS gelingt mit dem Glutamat-Antagonisten Riluzol: Wenn Sie dieses Medikament früh erhalten, bewirkt dies einen langsameren Verfall der für die Bewegungsabläufe zuständigen Funktionen. Symptomatische TherapieGegen die amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist auch eine Therapie empfehlenswert, die symptomatisch wirkt. Diese symptomatische Therapie zielt darauf ab, Ihre Beweglichkeit (Mobilität) und Eigenständigkeit möglichst lange zu erhalten. In erster Linie sind hierzu Maßnahmen geeignet, welche die Restfunktion der Muskeln durch Krankengymnastik (z.B. nach Vojta) und Ergotherapie fördern. Außerdem stehen verschiedene Hilfsmittel wie Handschienen oder Gehhilfen zur Verfügung, um den Ausfall einzelner Muskelgruppen auszugleichen. Von besonderer Bedeutung bei der symptomatischen Therapie der amyotrophen Lateralsklerose ist Ihre psychologische Betreuung, da Ihr Bewusstsein während der gesamten Dauer der Erkrankung mit großer Wahrscheinlichkeit uneingeschränkt bestehen bleibt. Im weiteren Krankheitsverlauf ist außerdem die Behandlung von Schluckstörungen und Sprechstörungen wichtig. Führt die amyotrophe Lateralsklerose zur fortschreitenden Lähmung der beim Schlucken beteiligten Muskeln, ist eine Ernährung über Sonden erforderlich, um zu vermeiden, dass Nahrung in die Luftwege eindringt. Auf Dauer ist es für die symptomatische ALS-Therapie von entscheidender Bedeutung, besonders die Atemfunktionen zu unterstützen: Die nicht-invasive Beatmung in häuslicher Umgebung erhöht die Lebensqualität und wirkt sich nachweislich lebensverlängernd aus. Weiterlesen: Amyotrophe Lateralsklerose (ALS): Verlauf Das könnte Sie auch interessieren
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