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Stand: 3. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die amyotrophe Lateralsklerose (ALS) tritt vor dem 40. Lebensjahr mit relativ geringer Häufigkeit auf. Meist entwickelt sie sich zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen.
Unter den drei Formen der amyotrophen Lateralsklerose weist die sporadische (d.h. vereinzelt auftretende) Form die größte Häufigkeit auf. In etwa 5 Prozent der ALS-Fälle handelt es sich um die familiäre (d.h. in Familien gehäuft auftretende) Form. Insgesamt haben etwa 3 bis 8 von 100.000 Menschen eine amyotrophe Lateralsklerose. Jährlich sind bis zu 2 von 100.000 Einwohnern neu von der Krankheit betroffen.
Bei der endemischen Form, bei der die amyotrophe Lateralsklerose in bestimmten Gebieten zeitlich unbegrenzt, aber räumlich begrenzt auftritt, ist der Anteil Betroffener an der Gesamtbevölkerung wesentlich höher: Auf den Guam-Inseln im Westpazifik beispielsweise tritt die ALS jährlich bei 20 Frauen pro 100.000 und sogar bei 50 Männern pro 100.000 Einwohnern auf. Die Ursache für derartige Häufungen ist unbekannt. Erbliche Faktoren kommen genauso infrage wie bisher unbekannte Erreger, besondere Umweltfaktoren oder auch die Ernährung.
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