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Amputations­schmerzen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (06. Januar 2014)

Eine Amputation kann Leben retten, ist aber oft mit Amputationsschmerzen verbunden. Hierunter versteht man zwei unterschiedliche Formen von Schmerzen nach der Amputation: Phantomschmerzen und Stumpfschmerzen.

Der Phantomschmerz ist ein bis heute rätselhafter Amputationsschmerz, der scheinbar im amputierten Körperteil (dem sog. Phantomglied) herrscht. Häufig ähneln Amputationsschmerzen im Phantomglied den Schmerzempfindungen, die schon vor der Amputation bestanden. Der Phantomschmerz kann sofort nach der Operation auftreten, aber auch erst Wochen, Monate oder Jahre später. Meistens bestehen Phantomschmerzen nach einer Amputation in wiederholten Schmerzattacken, seltener in stetigen Schmerzen.

Der Stumpfschmerz hingegen tritt nach einer Amputation örtlich klar eingegrenzt direkt am Amputationsstumpf auf, zum Beispiel als Wundschmerz infolge der Operation. Weitere mögliche Ursachen für Stumpfschmerzen sind zum Beispiel Infektionen oder Blutergüsse im Stumpf oder schlecht sitzende Prothesen. Die Art der Amputationsschmerzen am Stumpf hängt von der Schmerzursache ab und kann beispielweise brennend, elektrisierend, schneidend, stechend oder krampfartig sein.

Für die Diagnose von Amputationsschmerzen ist es hilfreich, ein Schmerztagebuch zu führen: Dies erleichtert es dem Arzt, Phantomschmerzen und Stumpfschmerzen voneinander zu unterscheiden und die geeignete Therapie festzulegen.

Während bei Amputationsschmerzen am Stumpf die Behandlung in erster Linie darauf abzielt, die Schmerzursache zu beseitigen, ist dies bei Phantomschmerzen nicht möglich. Daher besteht die Phantomschmerz-Therapie vor allem darin, die Schmerzen zu lindern.

Gegen Amputationsschmerzen kommen vor allem Medikamente zum Einsatz. Zusätzlich können nicht-medikamentöse Verfahren in vielen Fällen zur Schmerzlinderung beitragen, zum Beispiel: eine Nervenreizung (Nervenstimulation) durch elektrischen Strom, Massagen oder Krankengymnastik. Darüber hinaus bietet möglicherweise auch die sogenannte Spiegeltherapie Hilfe speziell beim Phantomschmerz.

Allgemein gilt: Je früher die Behandlung von Amputationsschmerzen beginnt, umso größer sind die Aussichten auf Erfolg.






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