Amputations­schmerzen: Verlauf & Vorbeugen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (07. Januar 2015)

Bei Amputationsschmerzen hängt der Verlauf unter anderem davon ab, um welche Form von Schmerzen nach der Amputation es sich handelt: um den im verlorenen Körperteil empfundenen Phantomschmerz oder um den am Amputationsstumpf auftretenden Stumpfschmerz:

  • Ein Stumpfschmerz kann sowohl plötzlich und heftig (d.h. akut) auftreten als auch einen langwierigen (d.h. chronischen) Verlauf nehmen. Akute Stumpfschmerzen beginnen meist direkt nach der Operation.
  • Ein Phantomschmerz verläuft in der Regel langwierig; selbst wenn er nach einiger Zeit von selbst verschwindet, kann er plötzlich erneut auftreten.

Grundsätzlich gilt bei allen Amputationsschmerzen im Hinblick auf den Verlauf: Je früher die Therapie beginnt, umso größer sind die Aussichten auf Erfolg! Je nach Zeitpunkt des Behandlungsbeginns bessert sich der Phantomschmerz in 30 bis 90 Prozent der Fälle deutlich.


Vorbeugen

Amputationsschmerzen können Sie nur bedingt vorbeugen. Die beste vorbeugende Maßnahme gegen einen Amputationsschmerz im amputierten Körperteil (sog. Phantomschmerz) besteht darin, schon frühzeitig vor der Amputation mit einer ausreichend dosierten Schmerztherapie zu beginnen.

Nach der Operation kann man versuchen, durch elektrische Stimulationsverfahren im Bereich des Amputationsstumpfs eine vorbeugende Wirkung zu erzielen. Um Amputationsschmerzen am Amputationsstumpf (sog. Stumpfschmerzen) vorzubeugen, ist es außerdem wichtig, dass die Prothese gut sitzt.


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