Amputations­schmerzen: Psychosomatische Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (07. Januar 2015)

Amputationsschmerzen können auch psychosomatische Ursachen haben: Der Begriff psychosomatisch umfasst die Wörter Psyche (Seele) und Soma (Körper). Eine psychosomatische Erkrankung ist demnach ein Ausdruck dafür, dass Körper und Seele eng miteinander verflochten sind:

  • Seelische Befindlichkeiten, Probleme oder Krankheiten können sich in körperlichen Beschwerden äußern.
  • Dasselbe gilt auch andersherum: Körperliche Beschwerden können ihrerseits psychische Probleme nach sich ziehen.

Dabei bildet das vegetative Nervensystem eine Brücke zwischen Seele und Körper: So kann es bei Angst- oder Stresssituationen zum Beispiel zu erhöhtem Herzschlag und gesteigerter Durchblutung kommen. Dauert die Überbelastung zu lange an, können psychosomatische (auch: somatoforme) Störungen auftreten. Äußern sich diese in dauerhaften Schmerzen, entsteht wiederum eine Stresssituation – und der Teufelskreislauf schließt sich.

Bei Amputationsschmerzen steht der Phantomschmerz an erster Stelle. Das für die Betroffenen zunächst unerklärliche Phänomen, dass eine nicht mehr vorhandene Gliedmaße Schmerzen auslöst, kann eine große Stress- und Angstsituation schaffen, die wiederum die Schmerzen verstärken oder gar erneut auslösen kann.


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