Amputations­schmerzen: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (07. Januar 2015)

Bei Amputationsschmerzen ist zur Diagnose als Erstes eine gründliche Anamnese nötig: Wenn es nach einer Amputation zu Schmerzen kommt, versucht der Arzt zunächst herauszufinden, ob es sich um Schmerzempfindungen im nicht mehr vorhandenen Körperteil (sog. Phantomschmerz) oder am Amputationsstumpf (sog. Stumpfschmerz) handelt. Hierzu ist vor allem die genaue Schmerzbeschreibung der Betroffenen wichtig. 

Neben der Stelle, der Intensität, dem Charakter und der Dauer der Amputationsschmerzen erkundigt sich der Arzt außerdem nach auslösenden Faktoren und bisherigen Behandlungsmaßnahmen. Hierbei ist es oft hilfreich, wenn die Betroffenen ihre Schmerzen nach einer Amputation in einem Schmerztagebuch aufzeichnen.

Ergibt die Befragung zu den Amputationsschmerzen Hinweise darauf, dass Stumpfschmerzen vorliegen, besteht der nächste Schritt zur Diagnose in einer körperlichen Untersuchung, wobei der Arzt auch den Amputationsstumpf genau prüft. Zweck der Untersuchung ist es, die dem Stumpfschmerz zugrunde liegenden Entzündungen, Narbenzüge, Verhärtungen, Schmerzpunkte oder Durchblutungsstörungen aufzuspüren.

Darüber hinaus können bei Amputationsschmerzen am Stumpf Zusatzuntersuchungen – wie Röntgenuntersuchungen, Magnetresonanztomographie (MRT) oder Angiographie – zum Einsatz kommen, um weitere mögliche Ursachen der Stumpfschmerzen abklären.

Auch wenn der Verdacht besteht, dass es sich bei den Amputationsschmerzen um Phantomschmerzen handelt, sind zur Diagnose weitere Untersuchungen nötig, um eine krankhafte Veränderung auszuschließen, die eine gezielte Behandlung erfordert. Darunter fallen sämtliche Ursachen für Stumpfschmerzen.


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