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Alzheimer (Alzheimer-Krankheit, Morbus Alzheimer)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. September 2014)

Alzheimer (Alzheimer-Krankheit, Morbus Alzheimer) ist eine schwere Erkrankung des Gehirns. Die Betroffenen verlieren zunehmend ihre geistige Leistungsfähigkeit – Vergesslichkeit, ein eingeschränktes Denkvermögen und Persönlichkeitsveränderungen sind charakteristische Symptome einer Demenz. Alzheimer gehört zu den sogenannten Demenzerkrankungen. Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Demenz-Form.

Alzheimer ist eine typische Alterserkrankung: Die Erkrankungshäufigkeit nimmt mit steigendem Lebensalter zu. Bei den über 90-Jährigen ist mindestens jeder Dritte betroffen. Warum Alzheimer entsteht, ist bislang noch nicht vollständig geklärt. Experten vermuten, dass genetische Faktoren, Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) und verschiedene beeinflussbare Risikofaktoren wie Bluthochdruck und starkes Übergewicht das Risiko erhöhen können, an der Alzheimer-Krankheit zu erkranken.

Alzheimer äußert sich durch eine stark nachlassende Gedächtnisleistung. Außerdem treten oft körperliche Symptome wie Muskelzuckungen oder parkinsonähnliche Beschwerden auf. Eine Riechstörung kann als Frühsymptom auftreten. Häufig zeigen Betroffene außerdem psychische Anzeichen der Alzheimer-Krankheit, zum Beispiel Angst, Reizbarkeit oder Wahnvorstellungen. Auch die Persönlichkeit verändert sich.

Der Arzt stellt Alzheimer fest, indem er den Betroffenen und seine Angehörigen zu den Symptomen befragt. Außerdem führt er eine körperliche Untersuchung und verschiedene neuropsychologische Tests durch. Bildgebende Verfahren wie eine Magnetresonanztomographie (MRT) oder eine Computertomographie (CT) ergänzen die Diagnose. Auch Bluttests und Untersuchungen des Nervenwassers (Liquor) kommen zum Einsatz, um zum Beispiel andere Erkrankungen als Ursache für die Demenz-Symptome ausschließen zu können.

Die Alzheimer-Krankheit verläuft in der Regel schleichend: Alzheimer entwickelt sich langsam, aber stetig über einen Zeitraum von mehreren Jahren. Schon Jahre bevor die ersten Symptome auftreten, lagern sich schädliche Eiweiße (sog. Amyloide) im Gehirn ab. Wissenschaftler vermuten, dass diese Ablagerungen die Kommunikation zwischen den Nervenzellen stören. Heilen lässt sich Alzheimer bisher nicht, aber durch eine gute Betreuung und Medikamente lässt sich der Verlauf verzögern. Derzeit werden bei Alzheimer zur Therapie die sogenannten Acetylcholinesterase-Hemmer (z.B. die Wirkstoffe Rivastigmin, Donepezil, Galantamin) und der Wirkstoff Memantin eingesetzt.

Alzheimer: Video

Manche Risikofaktoren, die möglicherweise begünstigen, dass eine Alzheimer-Krankheit entsteht, kann man vermeiden. Dazu zählen unter anderem Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte oder ein zu hoher Blutdruck. Eines Tages ist möglicherweise auch eine Impfung möglich, die verhindert, dass sich Eiweiße im Gehirn ablagern und die Alzheimer-Krankheit auslösen. Bisher ist eine solche Impfung aber nicht in Sicht!






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