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Alzheimer (Alzheimer-Krankheit, Morbus Alzheimer)

Alzheimer: Diagnose

Stand: 1. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Ein erfahrener Arzt kann die Alzheimer-Diagnose meist schon mit einfachen Mitteln stellen. Erste Hinweise auf eine Demenz bekommt der Arzt durch die Schilderung der typischen Beschwerden, das Auftreten des Betroffenen und eine sorgfältige körperliche Untersuchung. Für die Untersuchung unerlässlich sind sogenannte neuropsychologische Tests (z.B. Minimal-Mental-Status-Test, Demenz-Detektions-Test), welche die Art und den Schweregrad der Gedächtnisstörungen aufzeigen. Hilfreiche Aussagen erhält der Arzt auch von Angehörigen oder anderen Personen, die den Betroffenen gut kennen und erste Veränderungen bemerkt haben.

Bildgebende Untersuchungsverfahren, die das Gehirn in Schichten darstellen, eignen sich unter Umständen, um andere Erkrankungen auszuschließen. Dazu gehören die Magnetresonanztomographie (MRT) und die Computertomographie (CT). Auch eine fortgeschrittene Alzheimer-Erkrankung lässt sich mit bildgebenden Verfahren darstellen. Im Frühstadium der Demenz-Erkrankung sind die Aufnahmen jedoch meist noch unauffällig.

Um andere Erkrankungen auszuschließen, gehören außerdem auch verschiedene Blutuntersuchungen bei der Alzheimer-Demenz zum Diagnose-Standard. Weitere mögliche Schritte wie die Untersuchung des Hirnwassers helfen, die Ursachen der Demenz zu klären: Bei einer Alzheimer-Demenz finden sich zum Beispiel oft schon im Frühstadium der Erkrankung spezielle Eiweiße, die auf die Veränderungen im Gehirn hinweisen.

Ärzte stellen bei Alzheimer-Demenz die Diagnose, wenn Gedächtnisstörungen vorliegen, andere Erkrankungen ausgeschlossen werden können und mindestens eines der folgenden Symptome zutrifft:

  • Aphasie: Sprachstörungen aufgrund fehlerhafter Hirnfunktion
  • Apraxie: Unfähigkeit, erlernte (motorische) Handlungen richtig auszuführen
  • Agnosie: Betroffene erkennen beispielsweise Gegenstände nicht, obwohl ihre Sinne funktionieren (z.B. Prosopagnosie)
  • Störungen der sogenannten Exekutivfunktionen, das heißt Schwierigkeiten beim Planen, Organisieren oder Einhalten von Reihenfolgen

Weiterlesen: Alzheimer: Therapie

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