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Alzheimer: Diagnose

(Stand: 16. März 2010)

Ein erfahrener Arzt kann eine Demenz meist schon mit einfachen Mitteln feststellen. Erste Hinweise auf die Erkrankung bekommt der Arzt durch die Schilderung der typischen Beschwerden, das Auftreten des Betroffenen und eine sorgfältige körperliche Untersuchung. Für die Untersuchung unerlässlich sind sogenannte neuropsychologische Tests (z.B. Minimal-Mental-Status-Test, Demenz-Detektions-Test), welche die Art und den Schweregrad der Gedächtnisstörungen aufzeigen. Hilfreiche Aussagen erhält der Arzt auch von Angehörigen oder anderen Personen, die den Betroffenen gut kennen und erste Veränderungen bemerkt haben.

Untersuchungsverfahren, die das Gehirn in Schichten darstellen, eignen sich unter Umständen, um andere Erkrankungen auszuschließen. Dazu gehören die Magnetresonanztomographie (MRT) und die Computertomographie (CT). Auch eine fortgeschrittene Alzheimer-Erkrankung lässt sich mit bildgebenden Verfahren darstellen. Im Frühstadium der Demenz-Erkrankung sind die Aufnahmen jedoch meist noch unauffällig.

Um andere Erkrankungen auszuschließen, gehören außerdem auch verschiedene Blutuntersuchungen zur Diagnostik der Alzheimer-Demenz. Weitere Schritte wie die Untersuchung des Hirnwassers helfen, die Ursachen der Demenz zu klären: Bei einer Alzheimer-Demenz finden sich zum Beispiel oft schon im Frühstadium der Erkrankung spezielle Eiweiße, die auf die Veränderungen im Gehirn hinweisen.

Ärzte stellen die Diagnose Alzheimer-Demenz, wenn Gedächtnisstörungen vorliegen, andere Erkrankungen ausgeschlossen werden können und mindestens eines der folgenden Symptome zutrifft:

  • Aphasie: Sprachstörungen aufgrund fehlerhafter Hirnfunktion
  • Apraxie: Unfähigkeit, erlernte Handlungen richtig auszuführen
  • Agnosie: Erkennungsstörung trotz intakter Sinne (z.B. Prosopagnosie)
  • Störungen der sogenannten Exekutivfunktionen, das heißt Schwierigkeiten beim Planen, Organisieren oder Einhalten von Reihenfolgen

Weiterlesen: Alzheimer: Therapie

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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