Altersvergesslichkeit (leichte kognitive Störung): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. November 2014)

Zurzeit gibt es bei einer Altersvergesslichkeit (leichte kognitive Störung) noch keine Therapie, welche die Beschwerden zuverlässig verbessern kann. Es gibt zwar Medikamente, die mutmaßlich eine Demenz aufhalten könnten – allerdings liegen für die Behandlung leichter kognitiver Störungen kaum Forschungsergebnisse vor. Zu den eingesetzten Wirkstoffen gehören die sogenannten Nootropika (Antidementiva, z.B. Piracetam) und Acetylcholinesterase-Hemmer (z.B. Galantamin, Rivastigmin).

Während des Alterungsprozesses können Sauerstoffradikale entstehen, die auf das Körpergewebe giftig wirken. Sie tragen außerdem dazu bei, dass Nervenzellen absterben. Um diese Radikale abzufangen, nehmen manche Patienten ein Ginkgo-Extrakt (Ginkgo biloba) ein. Bislang ist allerdings nicht eindeutig erwiesen, ob Ginkgo tatsächlich einen positiven Effekt auf die kognitiven Fähigkeiten hat oder nicht. Die bisher dazu vorliegenden Studienergebnisse sind uneinheitlich: Während man in einigen Studien eine Verbesserung der Altersvergesslichkeit durch Ginkgo biloba feststellen konnte, zeigten sich in anderen Studien keine signifikanten Effekte.

Maßnahmen aus dem Gebiet der Psychotherapie, vor allem die sogenannten kognitiven Trainingsprogramme, können kurzzeitig die Leistungen des Gedächtnisses verbessern. Dies gilt vor allem, wenn die Einschränkungen bisher nur leicht ausgeprägt sind. Langfristig helfen solche Programme aber nur, wenn die von Altersvergesslichkeit Betroffenen das Training auch nach Abschluss der Therapie zu Hause fortsetzen.

Auch körperliche Bewegung, zum Beispiel in Form von täglichen Spaziergängen oder Nordic Walking bei Tageslicht, kann Betroffene wieder geistig leistungsfähiger machen, da eine gute Herz-Kreislauf-Leistung auch die Durchblutung des Gehirns verbessert.


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