Altersvergesslichkeit (leichte kognitive Störung): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. November 2014)

Der schleichende Beginn einer Altersvergesslichkeit (leichte kognitive Störung) erschwert es, eine Diagnose zu stellen. Häufig bemerken Betroffene die Vergesslichkeit, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen zunächst nicht. Deshalb ist es wichtig, dass der Arzt auch Kontaktpersonen – wie Familie, Freunde oder Nachbarn – befragt. Denn diese bemerken die Symptome häufig früher als der Betroffene selbst.

Bei der Altersvergesslichkeit besteht der erste Schritt zur Diagnose darin, das Beschwerdebild zu erkennen und von normalen altersbedingten Beeinträchtigungen sowie anderen Krankheitsbildern wie der Demenz abzugrenzen. Entsprechende Untersuchungen, beispielsweise den Mini-Mental-Status-Test (MMST) oder den Uhrentest, führen Fachärzte (Neurologen, Psychiater, spezialisierte Hausärzte) in der Praxis oder in bundesweit angebotenen "Gedächtnissprechstunden" durch. Es ist sinnvoll, diese Tests regelmäßig zu wiederholen, da Nervosität, Müdigkeit oder seelische Belastungen die Ergebnisse verfälschen können.

Außerdem stehen bei Altersvergesslichkeit verschiedene Diagnose-Verfahren wie eine biochemische Untersuchung des Hirnwassers (Liquorpunktion) auf Biomarker zur Verfügung. Diese werden eigentlich zur Demenz-Diagnose genutzt. Möglicherweise zeigen sie aber schon bei leichteren kognitiven Störungen organische Hinweise.

Um eine Demenz auszuschließen, können zudem bildgebende Verfahren zum Einsatz kommen, welche bei Altersvergesslichkeit die gestellte Diagnose ergänzen, zum Beispiel

Im nächsten Schritt versucht der Arzt festzustellen, ob die Altersvergesslichkeit eine Folge von Erkrankungen wie Gehirntumoren, Depressionen oder einer Infektionskrankheit (z.B. Neuroborreliose, FSME) ist. Dazu sind gegebenenfalls weitere Tests notwendig.


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