Altersvergesslichkeit (leichte kognitive Störung): Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. November 2014)

Unter einer Altersvergesslichkeit (leichte kognitive Störung) versteht man verschiedene Störungen der kognitiven Fähigkeiten, das heißt Gedächtnisstörungen und eine geringere Merkfähigkeit. Außerdem fällt es Betroffenen schwer, sich längere Zeit auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Die geistigen Fähigkeiten sind dabei stärker beeinträchtigt, als dies im Rahmen der altersbedingten Leistungsabnahme normal ist. Gedächtnistests weisen meist Leistungseinbußen nach, die aber ab einem bestimmten Punkt nicht mehr weiter fortschreiten. Dies grenzt die Altersvergesslichkeit von einer Demenz ab.

Die Altersvergesslichkeit wurde bereits 1913 von Prof. Dr. Emil Kraepelin in einem medizinischen Zusammenhang erwähnt. Im Jahr 1962 prägte Viktor Kral dann den Begriff "gutartige Altersvergesslichkeit". Mittlerweile wurde die Erkrankung in die Internationale Klassifikation psychischer Störungen (ICD-10) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter dem Namen "leichte kognitive Störung (LKS)" aufgenommen.

Der Begriff "kognitiv" stammt von dem lateinischen Wort "cognoscere", das "erkennen", "kennenlernen" oder auch "wiedererkennen" bedeutet. Bei kognitiven Störungen handelt es sich also um Störungen im Bereich des Erkennens, genauer im Bereich des Kurzzeitgedächtnisses, der Auffassung und der Aufmerksamkeit.

Da der Übergang von einer normalen altersbedingten Abnahme der Gedächtnisleistung zu einer Altersvergesslichkeit fließend ist und die leichten kognitiven Störungen nur schwer einzugrenzen sind, gibt es keine genauen Zahlen zu Erkrankungsfällen. Schätzungen gehen davon aus, dass im Mittel etwa 15 von 100 Personen unter Gedächtnisproblemen leiden, wobei die Zahlen abhängig vom Alter variieren.


Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst