Altersflecken (Lentigo senilis, Lentigo solaris)

Altersflecken (Lentigo senilis, Lentigo solaris): Therapie

Stand: 28. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Altersflecken (Lentigo senilis, Lentigo solaris) erfordern aus medizinischer Sicht keine Therapie, da sie harmlos sind. Insbesondere Altersflecken im Gesicht empfinden viele betroffene Frauen aber als störend. Wenn Sie die Hautflecken aus kosmetischen Gründen schnell verschwinden lassen möchten, ist die sogenannte Camouflage geeignet: die kosmetische Abdeckung der Altersflecken im Gesicht mit einem stark deckenden Make-up. Sie birgt keine Risiken, hilft sofort und einige Produkte bieten sogar noch einen Sonnenschutz. Nachteil ist jedoch, dass diese Behandlungsweise (mit richtiger Farbauswahl und Auftragen des Make-ups) sehr aufwendig ist, nur bis zur nächsten gründlichen Hautreinigung hilft.

Längerfristig wirksame Methoden zur Behandlung von Altersflecken sind die Kältetherapie und verschiedene Bleich- und Schälverfahren. Bei ihnen besteht jedoch die Möglichkeit, dass sich die Farbe der behandelten Hautbereiche verändert. Die angrenzende, normal pigmentierte Haut ist mitunter auch davon betroffen.

Eine Behandlung der Pigmentflecken – ob physikalisch, chemisch oder mechanisch – darf nur erfolgen, wenn zweifelsfrei feststeht, dass es sich bei den Hautflecken um Altersflecken handelt. In jedem Fall ist bei der Diagnose auszuschließen, dass sich hinter den braunen Hautverfärbungen etwas anderes, beispielsweise ein Hauttumor (Melanom), verbirgt.

Bleichmittel

Bei Altersflecken (Lentigo senilis, Lentigo solaris) können zur Therapie verschiedene Bleichmittel zum Einsatz kommen: Die Bleichmittelcremes enthalten zum Beispiel Brunnenkresse-Extrakt. Diesem wird eine stark bleichende Wirkung zugesprochen.

Bei der Behandlung von Altersflecken mit den verschiedenen Bleichmitteln kann es zu Unverträglichkeiten mit Rötungen, Juckreiz und Quaddeln kommen. Deshalb sollten Sie die Cremes vor Behandlungsbeginn an einer kleinen Stelle, zum Beispiel auf der Innenseite des Handgelenks, testen. Außerdem können die Inhaltsstoffe in Verbindung mit UV-Bestrahlung zu Hautreizungen führen. Deshalb sollten Sie sie am Abend und möglichst in der sonnenarmen Zeit des Jahres anwenden. Da die Cremes auch auf die angrenzenden, nicht pigmentierten Hautbereiche einwirken, sind sie vornehmlich für größere Flecken geeignet und sollten nicht zu lange und möglichst unter ärztlicher Aufsicht zum Einsatz kommen.

Weiterlesen: Altersflecken (Lentigo senilis, Lentigo solaris): Therapie – Mechanische Methoden

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