ALS (amyotrophe Lateralsklerose): Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (07. Oktober 2013)

Prognose

Bei der ALS (amyotrophe Lateralsklerose) ist der Verlauf immer fortschreitend. Eine Prognose zu stellen, ist jedoch im frühen Stadium der ALS schwierig, da der Krankheitsverlauf individuell sehr unterschiedlich sein kann.

Überwiegend beginnt die ALS zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr und schreitet in der Regel rasch fort. Ist die Krankheit ALS diagnostiziert, ist durchschnittlich mit einer verbleibenden Lebenszeit von etwa 3 bis 5 Jahren zu rechnen. Doch nicht immer verkürzt die amyotrophe Lateralsklerose die Lebenserwartung so stark: Ungefähr jeder 10. Mensch mit ALS bleibt länger am Leben; vereinzelt ist sogar nach Ausbruch der ALS ein Krankheitsverlauf von 20 bis 30 Jahren möglich. Dennoch ist die allgemeine Prognose ungünstig, da es für die amyotrophe Lateralsklerose keine Heilung gibt. In den meisten Fällen tritt ein friedlicher Tod ein: Meist fallen die Betroffenen wegen eines erhöhten Kohlendioxidgehalts im Blut in einen tiefen Schlaf und hören dann (aufgrund einer Lähmung der Atemmuskulatur bzw. infolge von Komplikationen an den Atmungsorganen) einfach auf zu atmen.

Komplikationen

Die ALS (amyotrophe Lateralsklerose) kann in ihrem Verlauf zu Komplikationen führen, wenn aufgrund einer Lähmung der Muskeln, die beim Schlucken beteiligt sind, Nahrungsmittel in die Luftwege eindringen: Zum einen können die Betroffenen dann ersticken, zum anderen kann sich eine schwere Lungenentzündung entwickeln.


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