ALS (amyotrophe Lateralsklerose): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (07. Oktober 2013)

Bei ALS (amyotrophe Lateralsklerose) beginnt die Diagnose mit einer Untersuchung des Nervensystems (sog. neurologische Untersuchung). Die Verdachtsdiagnose ergibt sich, wenn ein Beklopfen der Muskulatur oder Kältereize Zuckungen der Haut (Faszikulieren) auslösen und wenn ein Muskelschwund (Atrophie) der kleinen Handmuskeln und der Zunge zu erkennen ist.

Weitere sichere Zeichen für eine amyotrophe Lateralsklerose sind spastische Symptome mit erhöhter Muskelspannung (und dadurch Muskelsteifigkeit), gesteigerte Eigenreflexe und krankhafte Fremdreflexe, die zusätzlich zu Muskelschwund und Lähmungen auftreten. Daneben kann der Arzt zur ALS-Diagnose auf Sensibilitätsstörungen (Empfindungsstörungen) prüfen, die bei der Krankheit typischerweise fehlen.

Zur Basisdiagnostik bei ALS gehört außerdem eine Elektromyographie (EMG): Hiermit kann der Arzt die elektrische Muskelaktivität messen. Außerdem kann es zur ALS-Diagnose hilfreich sein, eine Probe aus einem Muskel zu entnehmen und zu untersuchen: Wenn bei dieser sogenannten Biopsie ein vom Nervensystem ausgehender Schwund der Muskelfasern (sog. neurogene Atrophie) festzustellen ist, weist dies ebenfalls auf die amyotrophe Lateralsklerose hin. Ob ein Schwund der Hirnrinde vorliegt, kann der Arzt mithilfe einer Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) erkennen. Zusätzlich können eine Untersuchung des Gehirnwassers (sog. Liquorpunktion) und ein Differentialblutbild dazu beitragen, die ALS zu diagnostizieren.


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