ALS (amyotrophe Lateralsklerose): Häufigkeit

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (07. Oktober 2013)

Die Nervenkrankheit ALS (amyotrophe Lateralsklerose) tritt mit größter Häufigkeit zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr auf, wobei Männer etwas öfter betroffen sind als Frauen. Vor dem 40. Lebensjahr ist die ALS relativ selten. Die Krankheit tritt jährlich bei bis zu 2 von 100.000 Einwohnern neu auf. Insgesamt haben etwa 3 bis 8 von 100.000 Menschen eine ALS.

Die ALS kommt in drei Formen vor, die sich in ihrer Häufigkeit unterscheiden:

  • sporadisch (d.h. vereinzelt auftretend),
  • familiär (d.h. in Familien gehäuft auftretend) und
  • endemisch (d.h. räumlich begrenzt häufiger auftretend).

Die sporadische amyotrophe Lateralsklerose ist die mit Abstand häufigste Form. Die familiäre ALS hat eine Häufigkeit von etwa 5 Prozent. Die endemische Form führt in den betroffenen Gebieten dazu, dass der Anteil der Menschen mit ALS an der Gesamtbevölkerung deutlich höher ist als in anderen Regionen: Auf den Guam-Inseln im Westpazifik beispielsweise tritt die ALS jährlich bei 20 Frauen und 50 Männern pro 100.000 Einwohnern auf. Die Ursache für derartige Häufungen ist unbekannt. Erbliche Faktoren kommen genauso infrage wie bisher unbekannte Erreger, besondere Umweltfaktoren oder auch die Ernährung.


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