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Allergie: Allergie Typ I

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (05. Februar 2015)

Bei einer Allergie vom Typ I bildet das Immunsystem sogenannte IgE-Antikörper (Immunglobulin E). Hervorgerufen wird die allergische Reaktion durch den Kontakt zu bestimmten Allergenen, so zum Beispiel zu

Die Symptome der allergischen Reaktion werden durch die Wechselwirkung von IgE beziehungsweise den Allergenen mit bestimmten Zellen des Immunsystems, den Mastzellen, ausgelöst.

Nach dem Erstkontakt mit einem Allergen bildet der Körper spezifische IgE-Antikörper, die eine Bindung mit den Mastzellen eingehen. Dockt nun ein passendes Antigen an die IgE-Antikörper auf der Mastzelle an, setzt sie bestimmte Botenstoffe (Mediatoren) wie Histamin frei. Diese können Entzündungsreaktionen im Gewebe bewirken. Bei der Typ-I-Reaktion kommt dem Entzündungsmediator Histamin eine besondere Bedeutung zu, da die Mastzellen ihn in großen Mengen enthalten. Histamin erweitert die Gefäße, erhöht die Durchlässigkeit der Übergänge zwischen Venen und Arterien, verengt die Bronchien und lockt weitere Abwehrzellen des Körpers in das Entzündungsgebiet.

Wenn IgE-Antikörper an entsprechende Rezeptoren auf den Mastzellen binden und passende Antigene an die IgE-Antikörper andocken, setzt die Mastzelle Histamine und andere Botenstoffe frei.

Wenn IgE-Antikörper an entsprechende Rezeptoren auf den Mastzellen binden und passende Antigene an die IgE-Antikörper andocken, setzt die Mastzelle Histamine und andere Botenstoffe frei.

Beim Allergiker führen diese durch Histamin vermittelten Wirkungen dazu, dass die entsprechenden Schleimhäute anschwellen, sich röten und verstärkt Sekret abgeben, was zu Atemnot führen kann. Mit dem Blut können sowohl das Allergen als auch das Histamin im Körper verteilt werden und so auch an anderen Körperstellen entzündliche Reaktionen auslösen.

Allergie Typ II

Bei einer Allergie vom Typ II aktiviert der Körper die sogenannte antikörperabhängige Zytotoxizität. Dabei werden Zellen zerstört, die auf ihrer Oberfläche bestimmte Antigene tragen. Dieser Prozess wird durch Antikörper ausgelöst. Dabei spielt die sogenannte Phagozytose als Abwehrmechanismus des Organismus eine entscheidende Rolle. Körperfremde Stoffe werden durch bestimmte Abwehrzellen, die Fresszellen (Makrophagen), aufgenommen und dann im Zellinneren durch Enzyme zerstört und abgebaut. Die Aufnahme dieser Fremdstoffe wird durch IgG- und IgM-Antikörper vermittelt.

Sind die Fremdstoffe zu groß, um aufgenommen zu werden, setzen die Abwehrzellen ihre Enzyme nach außen frei. Dies schädigt nicht nur den Fremdkörper, sondern auch das umgebende Gewebe. Bei der allergischen Typ-II-Reaktion treten an die Stelle des Fremdstoffs körpereigene Zellen und Gewebe, die durch die Prozesse der Phagozytose geschädigt werden.

Auch das sogenannte Komplementsystem zählt zu den Abwehrmechanismen des Körpers. Es besteht aus mehreren biologisch aktiven Eiweißen, deren Aktivität vorwiegend gegen Zellmembranen gerichtet ist. Das Komplementsystem wird wiederum durch Antikörper aktiviert. Sind diese gegen Antigene auf körpereigenen Zellen oder Geweben gerichtet, schädigt dies ebenfalls die Zellen.



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