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Allergie: Allergie Typ I

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Februar 2017)

Bei einer Allergie vom Typ I bildet das Immunsystem sogenannte IgE-Antikörper (Immunglobulin E). Hervorgerufen wird die allergische Reaktion durch den Kontakt zu bestimmten Allergenen, so zum Beispiel zu

Nach dem Erstkontakt mit einem Allergen bildet der Körper spezifische IgE-Antikörper, die an bestimmte Zellen des Immunsystems binden: an die Mastzellen. Dockt nun ein passendes Antigen an die IgE-Antikörper auf der Mastzelle an, setzt diese bestimmte Botenstoffe (Mediatoren) frei, unter anderem das Histamin. Diese Botenstoffe können im Gewebe eine entzündliche Reaktion auslösen. Bei der Typ-I-Reaktion kommt dem Histamin eine besondere Bedeutung zu, da die Mastzellen es in großen Mengen enthalten. Histamin erweitert die Gefäße, erhöht die Durchlässigkeit der Übergänge zwischen Venen und Arterien, verengt die Bronchien und lockt weitere Abwehrzellen des Körpers in das Entzündungsgebiet.

Wenn IgE-Antikörper an entsprechende Rezeptoren auf den Mastzellen binden und passende Antigene an die IgE-Antikörper andocken, setzt die Mastzelle Histamin und andere Botenstoffe frei.

Wenn IgE-Antikörper an entsprechende Rezeptoren auf den Mastzellen binden und passende Antigene an die IgE-Antikörper andocken, setzt die Mastzelle Histamineund andere Botenstoffe frei.

Beim Allergiker führt das dazu, dass die Schleimhäute anschwellen, sich röten und verstärkt Sekret abgeben, was zu Atemnot führen kann. Mit dem Blut können sowohl das Allergen als auch das Histamin im Körper verteilt werden und so auch an anderen Körperstellen entzündliche Reaktionen auslösen.

Allergie Typ II

Bei einer Allergie vom Typ II aktiviert der Körper die sogenannte antikörperabhängige Zytotoxizität. Dabei bilden sich irrtümlich Antikörper (IgG- und IgM-Antikörper) gegen körpereigene Zellen, nämlich gegen solche, an deren Oberfläche bestimmte körperfremde Substanzen (Antigene) haften. Dabei spielt die sogenannte Phagozytose als Abwehrmechanismus des Organismus eine entscheidende Rolle. Körperfremde Stoffe werden durch bestimmte Abwehrzellen, die Fresszellen (Makrophagen), aufgenommen und dann im Zellinneren durch Enzyme zerstört und abgebaut. Dieser Prozess wird durch die IgG- und IgM-Antikörper in Gang gesetzt.

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Sind die Fremdstoffe zu groß, um aufgenommen zu werden, setzen die Abwehrzellen ihre Enzyme nach außen frei. Dies schädigt nicht nur den Fremdkörper, sondern auch das umgebende Gewebe. Bei der allergischen Typ-II-Reaktion treten an die Stelle des Fremdstoffs körpereigene Zellen und Gewebe, die durch die Prozesse der Phagozytose geschädigt werden.

Die Antikörper aktivieren auch das sogenannte Komplementsystem. Dieses besteht aus mehreren biologisch aktiven Eiweißen, deren Aktivität vorwiegend gegen Zellmembranen gerichtet ist. Sind diese gegen Antigene auf körpereigenen Zellen oder Geweben gerichtet, schädigt dies ebenfalls die Zellen.

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