|
Anzeige
Sie befinden sich hier:
Startseite > Krankheiten > Allergie > Therapie
AllergieAllergieAllergie: Therapie(Stand: 19. November 2008) Bei einer Allergie ist der erste Therapie-Schritt, nach Möglichkeit den Kontakt zur Allergie auslösenden Substanz zu vermeiden (Allergenkarenz). Je nach Art des Allergens, etwa bei Pollen oder Hausstaub, kann dies allerdings sehr schwierig sein. In diesem Fall stehen noch weitere Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. HyposensibilisierungDie wirksamste Therapieform, die besonders bei der Allergie vom Typ I angewandt wird, ist die Hyposensibilisierung (Spezifische Immuntherapie = SIT) beziehungsweise Desensibilisierung. Eine Hyposensibilisierung kann nur durchgeführt werden, wenn das auslösende Allergen bekannt und als Hyposensibilisierungslösung erhältlich ist. Während der Behandlung wird dem Allergiker über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren das entsprechende Allergen in allmählich steigenden Dosierungen gespritzt (sog. subkutane SIT oder SCIT). Die Menge des Allergens wird so gewählt, dass maximal eine örtliche Reaktion, wie eine kleine Schwellung mit Juckreiz an der Einstichstelle, auftritt. Da dennoch die Gefahr einer schweren allergischen Reaktion bis hin zum anaphylaktischen Schock besteht, sollte man nach der Injektion noch 30 Minuten unter ärztlicher Beobachtung bleiben. Durch die Hyposensibilisierung soll das Immunsystem so beeinflusst werden, dass nicht IgE-Antikörper gebildet werden, welche sonst als Reaktion auf das Allergen entstehen, sondern Antikörper einer anderen Klasse (IgG). IgG-Antikörper bildet das Immunsystem normalerweise gegen Krankheitserreger und sie entstehen nach jedem erneuten Kontakt mit dem Erreger sofort wieder. Die IgG-Antikörper veranlassen, dass die Fresszellen des Immunsystems den Krankheitserreger aufnehmen und vernichten. Dasselbe möchte man bei einer Allergie erreichen: Sofort nach Allergenkontakt sollen IgG-Antikörper gebildet werden und das Allergen neutralisieren, sodass dieses nicht mehr zur Bildung von IgE-Antikörpern führen kann. Als Alternative zu Spritzen kann die Hyposensibilisierung (v.a. bei Pollenallergie) auch mit Tropfen, die unter die Zunge gegeben werden (Sublinguale Immuntherapie = SLIT), durchgeführt werden. Diese Therapie ist aber hinsichtlich der genauen Dosierung des Allergens der Injektionstherapie unterlegen, da die Tropfengröße immer leicht variiert und die Aufnahme durch die Mundschleimhaut durch unterschiedlichen Speichelfluss oder unwillkürliches Herunterschlucken verändert sein kann. Eine Variante der SLIT ist die Gabe von bestimmten Gräserpollen (Wiesenlieschgras, Phleum pratense) in Form der so genannten Gräsertablette. Die Tabletten enthalten unterschiedliche Dosierungen an Allergenen und werden langsam unter der Zunge aufgelöst. Über das tatsächliche Endergebnis dieser Form der Hyposensibilisierung beziehungsweise die Wirksamkeit gibt es jedoch zurzeit nicht genügend aussagekräftige Studien. Insbesondere wie die Gräsertablette mit der subkutanen Hyposensibilisierung im Ergebnis zu vergleichen sind, müsste näher beleuchtet werden. Die Gräsertablette scheint daher vor allem für Erwachsene geeignet, die starke Heuschnupfen-Beschwerden aufweisen, keine subkutane SIT möchten und bei denen eine Allergie gegen Pollen von Phleum pratense mittels Allergietest eindeutig nachgewiesen wurde. Wie die Tabletten bei Kindern wirken, ist bisher nicht näher untersucht. Weiterlesen: Allergie: Therapie – Medikamente gegen Allergie Autor: Onmeda Redaktion Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Das könnte Sie auch interessieren
KrankheitsgebieteVon A wie Allergien bis Z wie Zahnerkrankungen – hier finden Sie alle Krankheiten nach Krankheitsgebieten sortiert. mehr ... Weitere Themen:
Disclaimer:© 2010 goFeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten. |