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Akutes Nierenversagen (ANV)

Dialyse

Stand: 23. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Falls eine konservative Therapie nicht ausreicht, muss die Nierenfunktion vorübergehend mit technischen Hilfsmitteln ersetzt werden (Dialyse). Das Prinzip dieser auch Nierenersatz-Therapie genannten Behandlung ist folgendes: Das Blut fließt über einen Katheter, der sich in einer Vene (meistens der Armvene oder seltener der Oberschenkelvene) befindet über Schläuche und Pumpen in ein System von halbdurchlässigen Membranen. Auf der anderen Seite dieser Membranen strömt genau dosiert eine salzhaltige Flüssigkeit (Dialysat) dem Blut entgegen. Über die Membran gelangen die aus dem Blut auszuscheidenden Substanzen in die Salzlösung und werden über diese ausgeschieden. Nach Passieren des Membransystems gelangt das so gereinigte Blut wieder in den Körper des Patienten.

Diese Art der "Blutwäsche" mittels halbdurchlässiger (semipermeabler) Membranen und dem Dialysat wird als extrakorporale (außerhalb des Körpers erfolgende) Dialyse bezeichnet. Die extrakorporale Dialyse muss so lange erfolgen, bis die eigenen Nieren wieder ausreichend arbeiten. In besonders schweren Fällen und wenn sich die Nieren dauerhaft nicht wieder erholen, kann eine Nierentransplantation nötig sein.

Weiterlesen: Akutes Nierenversagen (ANV): Verlauf

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