Startseite > Krankheiten > Akutes Nierenversagen (ANV) > Therapie
Stand: 23. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Ein akutes Nierenversagen (ANV) erfordert eine intensive Therapie im Krankenhaus. Sie besteht darin, die auslösenden Ursachen zu beseitigen und gleichzeitig die Symptome oder Komplikationen der Nierenfunktionsstörung zu lindern. Am wichtigsten ist es, die Ursache zu erkennen und zu behandeln, um die natürliche Filterfunktion der Nieren wieder herzustellen.
Liegt ein prärenales ANV vor, also akutes Nierenversagen aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ist das Ziel der Therapie, dass die Niere wieder ausreichend durchblutet wird. Dazu erhält der Betroffene Medikamente und Infusionen, die den Kreislauf normalisieren.
Bei renalem ANV, also Veränderungen im Nierengewebe, muss die Ursache der Schädigung beseitigt werden. Hat ein Medikament ein akutes Nierenversagen ausgelöst, besteht die Therapie darin, das ursächliche Medikament abzusetzen. Manchmal verschreibt der Arzt zusätzlich ein Gegenmittel.
Bei postrenalem ANV, also Ursachen in den Harnwegen, versuchen die behandelnden Ärzte, die Harnabflussbehinderung (z.B. Harnsteine) zu beseitigen.
Oft kann ein akutes Nierenversagen mit einer konservativen – also medikamentösen – Therapie behandelt werden. Medikamente wie Furosemid steigern die Harnausscheidung. Gleichzeitig sollte im zweiten Stadium, in dem die Betroffenen nur wenig Urin ausscheiden, die Flüssigkeitszufuhr eingeschränkt werden, um eine Überwässerung zu verhindern. Auch die Konzentration der Elektrolyte (z.B. Kalium, Kalzium, Natrium, Phosphat) sollte auf einem normalen Niveau gehalten werden, damit es nicht zu Komplikationen kommt.
Im dritten Stadium, in dem der Körper besonders viel Urin bildet, ist es wichtig, dass Betroffene ausreichend trinken, um die verlorene Flüssigkeit auszugleichen.
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