Akutes Nierenversagen (ANV): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. Juli 2015)

Von größter Wichtigkeit für die Diagnose eines akuten Nierenversagens (ANV) ist die Kenntnis der Krankengeschichte. Der Arzt wird daher in einem Gespräch Fragen zu Vorerkrankungen und Medikamenten stellen. Darüber hinaus kann die ausgeschiedene Urinmenge einen entscheidenden Hinweis liefern. Liegt die tägliche Urinmenge über einen Zeitraum von mindestens sechs Stunden unter 0,5 Millilitern pro Kilogramm Körpergewicht, handelt es sich definitionsgemäß um ein ANV.

Außerdem kann der Arzt ein ANV anhand verschiedener Parameter im Blut diagnostizieren: Erhöhte Kreatinin- und Harnstoff-Werte sind beispielsweise typische Zeichen für eine Nierenschädigung. Daher lässt sich mit diesen Werten auch eine ungefähre Aussage zum Ausmaß der Nierenschädigung machen.

Bei Verdacht auf ein akutes Nierenversagen führt der Arzt häufig eine Ultraschalluntersuchung durch. Damit kann er die Lage, Größe und Beschaffenheit der Nieren beurteilen und möglicherweise einen Harnrückstau erkennen. Außerdem kann der Arzt Verschlüsse in den Harnwegen mittels Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) erkennen. Eine Gewebeprobe (Nierenbiopsie) kann Aufschluss über verändertes Nierengewebe geben und eignet sich somit vor allem bei einem Verdacht auf bestimmte Formen des intrarenalen akuten Nierenversagens.


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