Startseite > Krankheiten > Akute Bronchitis > Therapie
Stand: 25. Januar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Mittel wie Acetylcystein und Ambroxol bewirken, dass sich festsitzender Schleim löst und der Betroffene ihn leichter abhusten kann. Acetylcystein steht unter anderem als Saft oder Tabletten zur Verfügung. Sie sollten diese Medikamente aber nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt einnehmen. Wichtig ist, dass Sie viel trinken, wenn Sie schleimlösende Medikamente verwenden.
Bei akuter Bronchitis mit hohem Fieber können Paracetamol oder Acetylsalicylsäure das Fieber senken. Fieber ist allerdings eine natürliche Reaktion des Immunsystems auf einen Infekt. Man sollte es daher nicht sofort und um jeden Preis unterdrücken.
Liegt eine akute Bronchitis mit trockenem, lästigem Reizhusten vor, kann der Arzt codeinhaltige Medikamente oder Noscapin verschreiben. Solche "Hustenstiller" sind jedoch nur für Ausnahmefälle und einen kurzfristigen Gebrauch gedacht, denn sie unterdrücken den natürlichen Hustenreiz und verhindern damit das Abhusten des Schleims. Bei zu häufigem Gebrauch von hustenstillenden Medikamenten setzt sich der Schleim in den Bronchien fest und kann in seltenen Fällen eine Lungenentzündung auslösen.
Eine akute Bronchitis muss nur selten mit Antibiotika behandelt werden. Eine antibiotische Therapie ist dann notwendig, wenn Bakterien beteiligt sind. Das erkennt der Arzt oft daran, dass es den Patienten schlecht geht, sie hohes Fieber haben oder eitrig-gelben Schleim abhusten. Auch wenn durch Laboruntersuchungen eine bakterielle Infektion nachgewiesen ist, kommen Antibiotika zum Einsatz. Geeignete Wirkstoffe sind zum Beispiel Aminopenicillin, Cephalosporine und Makrolide.
Bei abwehrgeschwächten, älteren Menschen oder bei Personen mit schweren Grunderkrankungen ist eine antibiotische Therapie auch bei einer unkomplizierten akuten Bronchitis ratsam: Ältere Menschen und Patienten mit chronischen Erkrankungen wie einer HIV-Infektion haben eine geschwächte Immunabwehr. Deshalb werden sie auch bei viraler akuter Bronchitis mit einem Antibiotikum behandelt. Dies soll verhindern, dass eine zusätzliche Infektion (Sekundärinfektion) mit Bakterien entsteht, die bei immungeschwächten Menschen oft zu Komplikationen führt. Aus diesem Grund brauchen zum Beispiel auch Menschen mit einer künstlichen Herzklappe bei akuter Bronchitis grundsätzlich eine antibiotische Therapie. Denn bei diesen Patienten könnten Bakterien über das Blut das Herz erreichen und sich an der künstlichen Herzklappe festsetzen.
Anhaltender starker Reizhusten wird vor allem bei Personen, deren Bronchien bereits vorgeschädigt sind, mit Kortisonspray behandelt. Bei leichtem Reizhusten ist diese Therapie allerdings nicht nötig.
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