Akustikusneurinom, Neurinom: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Dezember 2014)

Sofern ein Neurinom oder ein Akustikusneurinom keine Beschwerden verursacht, besteht die Therapie in der Regel aus regelmäßigen Kontrollen, mit denen der Arzt die Entwicklung der Geschwulst beobachtet (unter Ärzten auch als "watch and wait" bezeichnet).

Bei großen Akustikusneurinomen und bei Beschwerden entfernt der Arzt den Tumor operativ. Wächst das Neurinom in der Nähe des Innenohrs und des Gehörgangs, führt ein Hals-Nasen-Ohrenarzt die Operation durch. In anderen Fällen, in denen sich das Akustikusneurinom bereits weiter ausgedehnt hat, operiert ein Neurochirurg durch die Schädeldecke. Eine häufige Nebenwirkung der operativen Akustikusneurinom-Therapie kann eine Beeinträchtigung des Hörvermögens – bis hin zum Hörverlust sein. Das Risiko hängt von der Lage und Größe des Tumors ab und ist bei sehr großen Akustikusneurinomen entsprechend hoch. Bei Tumoren über drei Zentimeter Größe steigt außerdem das Risiko, den Gesichtsnerven zu beeinträchtigen.

Bei kleineren Akustikusneurinomen kann der Arzt auch eine Strahlenbehandlung (sogenannte Gamma-Knife-Bestrahlung) zur Therapie durchführen. Manchmal reicht zur Neurinom-Therapie schon eine einzelne Bestrahlung aus. Oft ist jedoch eine mehrfache Anwendung über Wochen nötig.


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